Ironman 70.3 Slowenien oder warum auch ein vierter Platz glücklich macht (22.09.2019)

Bereits frühzeitig hatte ich mich für den Ironman 70.3 in Koper, Slowenien als letztes Saisonrennen in diesem Jahr entschieden. Grundlage war die Überlegung mal etwas Abwechslung in den Wettkampfkalender zu bringen und sowohl das Streckenprofil als auch die Bilder aus der näheren Umgebung waren attraktiv. Dazu kam die überschaubare Anreise und ganz entfernt auch der Gedanke, dass mit einem entsprechenden Ergebnis die Qualifikation für die Ironman 70.3 WM 2020 in Taupo und damit quasi eine Entschuldigung für eine weitere Reise nach Neuseeland verbunden wären 😉
Im Laufe der Saison rückte das Thema WM-Quali allerdings angesichts meiner Trainingsumfänge und der insbesondere in Ladenburg eher mäßigen Wettkampfleistungen erst mal ganz weit weg. Danach ging es jedoch mit den Rennen in Ravensburg, super Trainingstagen in den Alpen und vor allem der Mitteldistanz in Malterdingen wieder deutlich aufwärts und die Quali schien an einem guten Tag plötzlich nicht mehr völlig unrealistisch.
Auf dem Weg nach Koper nutzte ich dann allerdings erst mal die Gelegenheit für einen rein touristischen aber lohnenswerten Abstecher und besichtigte zwei Tage lang Venedig.

Runter vom Vaporetto und in der Morgensonne rein in die Stadt 🙂

Wer früh genug aufsteht, bekommt zur Belohnung selbst Venedig ohne große Touristenmassen. Zumindest für ein paar Stunden 😉

Außer am frühen Morgen ist der Canal Grande erst wieder spät abends so leer.

In Koper angekommen bezog ich dann erstmal mein Quartier wenige Meter vom Wettkampfgelände entfernt. Neben einigen Abstechern in die nähere Umgebung, wie zum Beispiel ins malerische Piran, stand dann in den nächsten Tagen vor allem die Streckenbesichtigung auf dem Plan.

Streckenbesichtigung

 

 

 

 

 

 

Nacht in Koper, im Gebäude links Startnummernausgabe und wenige Meter dahinter meine Unterkunft.

Wechselzone auf dem Pier.

Mit viel Sonne, kräftigem Wind, Palmen an der Promenade am Meer und der Wechselzone auf dem Pier kommt beim Check-In dann abgesehen von der fehlenden Hitze und trotz Containerbrücken statt dem King Kamehameha Hotel im Hintergrund fast „Kona-Feeling“ auf 😉

Einlaufender Kreuzfahrer im Hintergrund der Schwimmstrecke morgens vor dem Start.

Der Wettkampftag am Sonntag begann dann allerdings mit 10 Grad und teilweise bedecktem Himmel gegenüber den letzten Tagen nochmal deutlich kühler, dafür mit deutlich weniger Wind.
Die Adria war dagegen mit rund 21 Grad für ein Schwimmen mit Neo angenehm temperiert und ab 9 Uhr ging es mit einem „Rolling Start“ dann endlich los.
Entsprechend meiner erwarteten Schwimmleistung für die 1,9 km hatte ich mich nicht ganz vorne, sondern in der Gruppe mit 30-35 Minuten einsortiert. Allerdings war bei vielen Startern mal wieder wie so oft anscheinend grenzenlose Selbstüberschätzung angesagt, denn von Anfang an bis weit über die Hälfte der Schwimmstrecke habe ich permanent nur überholt. Immerhin ging das durch das vom Rolling Start auseinander gezogene Feld relativ gut. Zwar hatte ich wegen der noch tief stehenden Sonne auf dem Rückweg mal kurzfristig etwas Schwierigkeiten mit der Orientierung, bin aber der Meinung, dass ich das trotzdem ohne größere Umwege bewältigt habe. Mein GPS sieht das im Nachhinein zwar auch so, hat aber insgesamt gut 2,1 km gemessen. Entweder lag das Ding daneben oder die Schwimmstrecke war tatsächlich einige Meter zu lang. Jedenfalls waren meine 33:16 Minuten für den Auftakt auf jeden Fall in Ordnung (Platz 22 AK bzw. 134 gesamt).

In der Wechselzone bin ich dann trotz vorheriger Besichtigung erst ein paar Meter an meinem Rad vorbei gelaufen, habe da aber sicherlich nur ein paar Sekunden liegen lassen.

Anschließend folgte die zwar landschaftlich schöne aber mit rund 1.200 Höhenmetern durchaus anspruchsvolle Radstrecke und auch hier war ich anfangs vor allem mit Überholen beschäftigt. Die Straßen waren insgesamt in einem recht guten Zustand und außer zwei ziemlich langen, dafür aber nur moderat steilen Anstiegen gab es einige kürzere Wellen und die Abfahrten stellten keine wirklichen Ansprüche an die Fahrtechnik. Insgesamt eine Strecke, die mir auf jeden Fall liegt und sowohl vom Gefühl her, als auch mit Blick auf den Wattmesser war ich gut unterwegs.
Um so erstaunter musste ich auf dem Begegnungsstück ca. bei Halbzeit der Strecke feststellen, dass mein Rückstand auf die Spitze schon enorm war. Dennoch konnte ich auf dem Rad meine Platzierung deutlich verbessern und obwohl ich hier nur 88,5 km statt der angegebenen 90 auf der Uhr hatte und auch meine Durchschnittsleistung aus der ersten Stunde nicht ganz halten konnte, bin ich mit meiner Radleistung insgesamt zufrieden und in knapp 2:37 h gut durchgekommen 🙂
In meiner Altersklasse befand ich mich nun auf Rang 7 und im Gesamtfeld hatte ich mich auf Platz 42 verbessert. Da ich aber ohne persönlichen Support an der Strecke unterwegs war und durch den Rolling Start fehlte mir diese Info jedoch während des Rennens und ohne das Wissen, wer wann gestartet war hatte ich leider auch keinerlei Überblick, wie die Zeiten beziehungsweise Platzierungen tatsächlich aussahen 😦

Ich war mir aber, auch dank meiner unzähligen Überholmanöver, ziemlich sicher, dass ich gut im Rennen lag und fühlte mich auch beim Wechsel in die Laufschuhe noch in der Lage auf dem Halbmarathon mit einem schnellen Split noch ein paar Athleten einzusammeln. Entsprechend motiviert bin ich die im Gegensatz zur Radstrecke fast komplett flache Laufstrecke auch angegangen.
Trotz der Vorbelastung konnte ich zügig starten und auf den ersten Kilometern bei bedecktem Himmel, aus dem nun hin und wieder ein paar Tropfen fielen, und fast perfekten Laufbedingungen einen Schnitt von knapp unter vier Minuten halten. Damit gelang es mir nach und nach einige weitere Athleten zu überholen. Zwar waren im zweiten Drittel entlang der Adria Richtung Isola später auch einige Kilometer mit etwas über vier Minuten dabei, aber ab Isola hatte ich dann Gesellschaft von einem etwa gleich schnellen Athleten. Da keiner nachgeben wollte, wurden die Zeiten im direkten Duell wieder etwas schneller und der Kopf siegte diesmal über die mittlerweile müden Beine. Obwohl ich die Zeiten nicht ganz so weit drücken konnte wie gewünscht und ich mich mehrmals selbst dazu zwingen musste, das Tempo hoch zu halten, versuchte ich auf den letzten drei Kilometern erfolgreich nochmals etwas zu beschleunigen und konnte meinen hartnäckigen Kontrahenten letztlich auch knapp abhängen 🙂
Unabhängig von der sehr guten Zeit von rund 1:25 h ist mir gefühlt auf jeden Fall ein ganz starker Lauf gelungen und laut meiner Uhr war die Laufstrecke sogar etwa 0,5 km zu lang. Mit diesem Lauf zum Abschluss hatte ich definitiv noch einige Plätze gut gemacht und in insgesamt 4:40:38 h war mir ein ziemlich guter Wettkampf geglückt 🙂

Dass dies in Summe letztlich Gesamtrang 21 und den etwas undankbaren 4. Platz in der Altersklasse bedeutete habe ich dann erst nachträglich erfahren. Allerdings war der Abstand zum Drittplatzierten meiner Klasse mit über einer Minute relativ deutlich, während mir meine letzten schnellen Laufkilometer offensichtlich noch den Sprung auf Platz vier verschafften, da der 5. nicht mal 10 Sekunden langsamer war. So gesehen war die fehlende Information im Rennen praktisch irrelevant, da ich im Nachhinein betrachtet sicher nahezu das Optimum aus einem für mich ziemlich guten Tag heraus geholt habe.

Dazu kommt, dass auch der Platz neben dem Podest am Sonntag zur Krönung des Ganzen noch eine super Sache war, denn der bedeutete bei insgesamt 5 Quali-Plätzen in meiner Altersklasse die direkte Quali für die Ironman 70.3 WM 2020 in Taup0, Neuseeland 🙂
Da hier, wie im gesamten Ironman-Zirkus üblich, eine sofortige Entscheidung über die Annahme der Slots im Rahmen der Siegerehrung erfolgen musste, hatte ich in den wenigen Stunden zwischen Durchsicht der Listen und Slotvergabe einiges zum Nachdenken. Am Ende des Tages konnte ich es dann aber natürlich mal wieder doch nicht lassen und habe trotz der ewig langen Anreise nach Taupo die Quali für meine erste 70.3 WM angenommen 🙂


Immerhin habe ich, nachdem das Startgeld noch auf der Stelle bezahlt werden musste, jetzt schon den ersten fixen Termin im Wettkampfkalender für 2020 und muss mir um die Saisonplanung fürs nächste Jahr keine großen Gedanken mehr machen 😉
Eine Langdistanz scheidet damit schon mal aus, der Aufbau wird hauptsächlich auf das späte Rennen Ende November ausgerichtet sein und ich habe jetzt mehr als ein Jahr Zeit mich hochmotiviert auf eine weitere große Wettkampfreise vorzubereiten. Da ich das ja bereits von 2015 aus eigener Erfahrung kenne, ist die Anreise zwar schon noch ein bisschen abschreckend, aber trotzdem freue ich mich schon sehr auf meine Rückkehr nach Taupo und ins Land der Kiwis!

Jetzt sind allerdings erst noch ein paar Tage Urlaub im ebenfalls landschaftlich interessanten Slowenien angesagt. Im Anschluss heißt es in den verbleibenden Urlaubstagen meine Wohnungsrenovierung endlich vollends zum Abschluss zu bringen, damit ab dem Winter dann neben dem Beruf langsam die Vorbereitung für 2020 anlaufen kann 🙂

Hier bei Ironman gibt es noch die vollständigen Ergebnisse aus Koper.

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Mitteldistanz Malterdingen, harter Kampf belohnt: BaWü-Vize-Meister AK 35 und 8. Gesamtrang (18.08.2019)

Wie bereits 2018 fanden auch in diesem Jahr die Baden-Württembergischen Meisterschaften über die Mitteldistanz in Malterdingen im Breisgau statt und nach Ladenburg und Ravensburg sollte dieses Rennen nun meine persönliche Meisterschaftsserie für 2019 komplettieren.

Im Gegensatz zum letzten Jahr war diesmal der Neo erlaubt und mein Rückstand zur Spitze in Person von Michael Haas war im Vergleich zum Vorjahr und zu den letzten Rennen diesmal mit rund 5 Minuten relativ gering.

Auf dem Rad wurde es dann schon ziemlich warm und trotz teilweise kräftigem Wind auch ziemlich schwül. Die Strecke ist nach wie vor unverändert und kommt mir damit auf jeden Fall entgegen, leider bleiben damit aber auch einige Abschnitte mit furchtbar schlechtem Asphalt erhalten. Zwar war ich etwas langsamer unterwegs als 2018, konnte aber insgesamt doch eine gute Radleistung abrufen und mich vor allem in den Anstiegen um einige Plätze verbessern. Hier hat wohl das „Mentaltraining“ vom Mortirolo Wirkung gezeigt 😉

Der abschließende Lauf über rund 21,5 km war gegenüber dem Vorjahr nochmal leicht verändert worden, der Anstieg in die Weinberge hinein damit aber deutlich steiler und länger geworden und die zwei Runden der Laufstrecke somit um einiges schwerer. Beim Lauf war es drückend heiß und die Verpflegungsstellen mal wieder gefühlt zu weit auseinander 😦
Da ich das vom Vorjahr her noch ähnlich in Erinnerung hatte, hatte ich allerdings vorgesorgt und mir sozusagen als Geheimwaffe gleich mehrere
Xenofit Gel Drinks eingesteckt. Während einige Konkurrenten in der Hitze ziemlich eingegangen sind, konnte ich mir so auf den langen Durststrecken zwischen den Verpflegungsstellen ein paar mal wenigstens einen Schluck Flüssigkeit und zugleich noch etwas Energie gönnen. Außerdem versuchte ich zusätzlich zur Kühlung an den Verpflegungsstellen mir immer noch einen vollen Schwamm in den Anzug zu stecken, um den dann unterwegs nach und nach noch ausquetschen zu können. Mit dieser Taktik bin ich insgesamt doch recht gut mit den Bedingungen zurecht gekommen und konnte noch ein paar Konkurrenten einsammeln 🙂

Kurz nach der Halbzeit konnte ich mich dann auf Rang 10 nach vorne arbeiten, den anderen Athleten aber nicht wirklich deutlich distanzieren. Beim zweiten Abstecher in die Weinberge kurz vor Ende konnte ich nochmal zwei Athleten überholen, die praktisch keine Gegenwehr mehr zeigten, der frühere 10. versuchte aber nochmal zu kontern und zog in der steilen Bergabpassage knapp 2 km vor dem Ziel wieder an mir vorbei.

Zu dem Zeitpunkt war ich mehrfach kurz davor, Krämpfe in den Oberschenkeln zu bekommen, konnte mich aber nochmal motivieren und an der letzten Verpflegungsstelle wieder ein paar Meter herauslaufen. Ab da war es einfach nur noch hart und ich hoffte immer nur, dass die Muskulatur nicht plötzlich zumachen würde. Es hat zum Glück geklappt und die Belohnung für diesen harten Kampf war dann nicht nur Gesamtrang 8 in knapp 4:25 h, sondern mit nur ein paar Sekunden Vorsprung auf den Anderen, von dem ich erst danach erfuhr, dass er zu meiner Altersklasse gehört, auch noch der Vize-Meistertitel in der AK 35 🙂

Den Gesamtsieg sicherte sich in Person von Marc Dülsen ein alter Bekannter unter anderem aus gemeinsamen Rennen in der 1. BaWü-Liga und auch wenn er vor allem beim Laufen sicher nicht seinen besten Tag erwischte, können sich nicht mal 15 Minuten Rückstand durchaus sehen lassen.
Mein früherer Vereinskollege Michael Haas hat offensichtlich aus dem letzten Jahr gelernt und brachte diesmal Rang 4 ins Ziel, holte seine rund 5 Minuten Vorsprung aber praktisch alleine durch seine Top-Leistung beim Schwimmen heraus.

Zwar war das ein ziemlich harter Tag, aber in Anbetracht der obigen Zahlen und vom Gefühl her, würde ich sagen, bisher auch meine beste Wettkampfleistung der Saison 🙂
Dass ich das sowieso kaum realistische Ziel verpasst habe, den Medaillensatz zu komplettieren und wieder „nur“ Silber heraussprang tritt da völlig in den Hintergrund und ich freue mich sehr über einen fast perfekten Wettkampf und meine dritte Medaille auf den drei doch sehr unterschiedlichen Distanzen.

Mal sehen, was im September dann bei meinem letzten Triathlon der Saison beim Ironman 70.3 in Slowenien noch geht.
Die Leistung in Malterdingen lässt mich jedenfalls optimistisch nach vorne blicken und ich freue mich schon auf das Rennen und ein paar Tage Urlaub dort 🙂

Ebenfalls in Malterdingen war mit Andreas Wolfer noch ein Vereinskollege am Start, hatte aber bereits frühzeitig mit Krämpfen Probleme und war auf der ersten Laufrunde kurz davor auszusteigen. Er hat sich dann aber doch noch super durchgekämpft und wurde für ihn selbst überraschend dann sogar noch mit Rang 3 in der BaWü-Wertung der AK 40 belohnt. Die Medaillenquote der TSV-Starter steht damit bei 100%, bleibt für nächstes Jahr als nur noch an der jeweiligen Farbe zu arbeiten 😉

Alle Ergebnisse von Malterdingen gibt es hier bei xivado.

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Dreitägiges Höhenmeterfest bei Top-Bedingungen: Mit dem AusdauerNetzwerk von Sterzing über Stelvio und Mortirolo an den Gardasee (9.-11.08.2019)

Am Freitag ging es ganz früh raus aus den Federn und dann voller Vorfreude mit dem Auto zum Treffpunkt aller wagemutigen Bergziegen nach Sterzing, denn es stand mit der Transalp Stelvio Mortirolo ein ganz besonderer Leckerbissen auf dem Plan 🙂
Bei strahlendem Sonnenschein machte sich die rund 20-köpfige Gruppe dann am späten Vormittag hoch motiviert an die ersten steilen Rampen am Einstieg zum Penser Joch.

tri2b.com AN Triathlonteam auf dem Penser Joch

Nach der Überfahrt über die Passhöhe folgte als Belohnung die lange Abfahrt in Richtung Bozen und anschließend ging es noch einige Kilometer wieder talaufwärts Richtung Goldrain zur nach rund 130 km und 2.100 HM wohlverdienten ersten Übernachtung.

Am Samstag folgte sozusagen die Königsetappe mit drei Pässen und es ging bereits am frühen Morgen nach kurzem Einrollen von Goldrain nach Prad hinein in die legendären 48 Kehren des Stilfser Jochs. Nach rund 1:45 h strampeln war die Kletterei in die immer dünnere Luft von Prad auf über 2.700 m Höhe geschafft und es folgte die rasende Abfahrt Richtung Bormio.
Wenig später stand mit dem Mortirolo ein zwar hinsichtlich der absoluten Höhe bedeutend niedrigeres aber durch die extreme Steilheit nicht weniger beeindruckendes Hindernis im Weg. Mit einer Durchschnittssteigung von mehr als 10 Prozent auf einer Länge von rund 12 Kilometern zählt der Mortirolo sicher zu den schwersten Pässen und durch vor allem im unteren Teil noch deutlich steilere Rampen war er eine für alle schon im Vorfeld Respekt einflößende Herausforderung.
Dazu kam natürlich die Vorbelastung und erwartungsgemäß stieß ich mit meiner für solche Kletterpartien nicht optimalen Übersetzung von 38×29 schon auf den ersten Kilometern an meine Grenzen. Teilweise war ich kurz davor abzusteigen und es war ein zäher Kampf um jeden Meter, der Puls hämmerte und die Beinmuskeln brannten, langsamer fahren ging aber wegen der Übersetzung praktisch nicht und es blieb nur treten, treten und nochmal treten. Letztlich rettete mich der Umstand, dass es immer mal wieder für ein paar Meter flacher wurde oder die Serpentinen für einige Tritte etwas Erholung boten und ich stets das Ziel vor Augen hatte, dass etwa ab Kilometer 6 die Durchschnittssteigung deutlich geringer sein würde. Um so größer war dann die Freude nach rund 1:10 h harter Arbeit schweißüberströmt aber erfolgreich die Passhöhe bezwungen zu haben und dort die extra als Belohnung mitgeschleppte Tüte Gummi-Kirschen zu öffnen 🙂
Nach der ähnlich steilen Abfahrt ging es noch den vergleichsweise leichten Tonale hinauf zur zweiten Übernachtung auf der Passhöhe nach insgesamt fast 150 km mit mehr als 4.300 HM.
Der Abschlusstag begann mit der flotten Abfahrt vom Tonale und mit dem Passo Campo Carlo Magno stand dann erst mal ein recht moderater Anstieg an, der aber durch das Tempodiktat von Mathias vor allem auf den letzten Kilometern fast so hart wurde wie der Mortirolo 😉
Bevor die letzten Wellen in Richtung Gardasee warteten, war dann noch der relativ kurze Passo Durone zu bezwingen, der allerdings nochmal mit einigen steilen Rampen aufwartete. So kamen auch am letzten Tag nochmals rund 115 km mit etwas über 1.600 HM zusammen, bis nach der tollen Abfahrt mit super Aussicht auf den See schließlich Torbole am Gardasee erreicht wurde.

Erfrischung pur!

Dort wurde dann erst mal der See zur Abkühlung und Erfrischung genutzt, bevor es nach einem leckeren Mittagsmahl noch das obligatorische Italien-Eis zum Ausklang gab 🙂
Dann ging es am Nachmittag noch mit dem Shuttle-Bus zurück nach Sterzing und von dort nach 3 anstrengenden aber sehr lohnenswerten Tagen mit dem AusdauerNetzwerk on tour wieder zurück in die Heimat.

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Sprint Ravensburg, 2. BaWü-Medaille innerhalb 2 Wochen (03.08.2019)

In diesem Jahr liegen die Meisterschaftstermine des BWTV kompakt im Sommer im Abstand von jeweils zwei Wochen. Nach der Olympischen Distanz von Ladenburg war nun die Sprintdistanz in Ravensburg angesagt, während in zwei Wochen dann die Mitteldistanz in Malterdingen den krönenden Abschluss des Meistertriples im Ländle bildet.
Obwohl die kurze Sprintdistanz mir normalerweise nicht wirklich liegt, war ich vom Gefühl her deutlich besser unterwegs als noch vor zwei Wochen in Ladenburg und konnte auch die ersten Meter flott anschwimmen, um dem größten Gedränge an der ersten Boje zu entkommen. Danach ging es bei angenehmen gut 24 Grad Wassertemperatur und ohne Neo auf den 750 m im Flappachweiher leider wieder auf die bei mir zur Zeit übliche sommerliche Badegeschwindigkeit bergab und auf Rang 62 aus dem Wasser.

Auf der durchaus anspruchsvollen und mit einigen Ecken gespickten Radstrecke über rund 24 km hätte sich sicherlich eine Besichtigung im Vorfeld ausgezahlt, aber auch so konnte ich bei nahezu optimalen äußeren Bedingungen mich um einiges nach vorne arbeiten und es stand schließlich Rang 27.

Der abschließende 5 km Lauf über zwei Runden mit jeweils einem steilen Anstieg eröffnete mir dann dank der 9. Laufzeit im gesamten Feld die Chance, nochmals einige Athleten zu überholen und insgesamt auf Rang 21 die Ziellinie zu überqueren. Dies bedeutete zugleich Rang 3 in der AK 35 und damit eine weitere BaWü-Medaille 🙂
Den Gesamtsieg sicherte sich letztlich überlegen mein früherer AST-Vereinskollege Michael Haas, während bei den Frauen erneut Karoline Brüstle nicht zu schlagen war, die diesmal aber im Gegensatz zu Ladenburg wieder knapp nach mir ins Ziel kam 🙂

In Relation zur Spitze fehlten mir damit beim Schwimmen rund 30%, auf dem Rad 10% und beim Laufen nur 5%. Somit vom Grundsatz her eigentlich wieder ein gewohntes Bild, der Rückstand beim Schwimmen ist aktuell allerdings damit noch deutlich größer als früher. Obwohl auch meine Umfänge auf dem Rad und in den Laufschuhen deutlich gesunken sind, macht sich dies offensichtlich nicht so direkt bemerkbar. Da der Schwimmanteil absolut gesehen aber zum Glück relativ gering ist und ich zur Zeit auch keine Liga- bzw. Windschattenrennen mehr mache, werde ich voraussichtlich hier auch nicht mehr viel ändern. Auf den längeren Strecken wird das Verhältnis für mich eher besser und deshalb hoffe ich auch in zwei Wochen in Malterdingen wieder auf ein gutes Rennen. Allerdings könnte sich hier bei der doch deutlich längeren Mitteldistanz auf dem Rad und beim Laufen der auch gegenüber 2018 nochmal gesunkene Trainingsumfang negativ bemerkbar machen und mir das Vorhaben, innerhalb von 4 Wochen 3 AK-Medaillen auf 3 verschiedenen Distanzen zu gewinnen erschweren. Leider ist es sehr unwahrscheinlich angesichts des aktuellen Trainingsstands, aber trotzdem träume ich schon ein bisschen in die Richtung, den Medaillensatz zu komplettieren 😉
Abgesehen davon könnte sich der Verband von mir aus gerne auch mal an einer Meisterschaft über die Langdistanz versuchen, falls sich ein Veranstalter im Südwesten findet, dann wäre das eine Medaillenchance mehr 😉

Alle Ergebnisse von Ravensburg gibt es hier bei abavent.

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AK-Sieg beim 10er in Metzingen (14.07.2019) und ein BaWü-Vize-Titel zum Jubiläum in Ladenburg (20.07.2019)

Wie schon im super Vorbericht der Südwest Presse angekündigt, stand für mich diesmal „nur“ der 10 km Lauf im Rahmen des Ermstal Marathons auf dem Wettkampfplan. Trotz der nicht optimalen Vorbereitung stand ich am frühen Sonntagmorgen bei fast optimalen äußeren Bedingungen hoch motiviert an der Startlinie in Bad Urach.
Schon vom Startschuss weg unterstrich Dominik Notz mit einem unglaublich hohen Tempo seine Ambitionen auf einen neuen Streckenrekord und während Daniel Noll und Silvan Rauscher sich auf die fast aussichtslose Verfolgung machten, führte ich dahinter eine Dreiergruppe mit Luca Hauser und Tim-Phillip Koch an.
Trotz der kleinen Gegenanstiege liefen die ersten Kilometer ziemlich gut und ich war auf der insgesamt abfallenden Strecke Richtung Metzingen auf Kurs deutlich unter die angestrebte Marke von 35 Minuten 🙂

Im Nachhinein war das aber wohl doch für den aktuellen Trainingsstand etwas zu schnell und übermotiviert, denn kurz nach der Halbzeit in Dettingen musste ich meine beiden Mitstreiter ziehen lassen und mit immer schwerer werdenden Beinen wurden auch die Kilometersplits deutlich langsamer 😦
Auf dem weiteren Weg nach Neuhausen zog dann noch Tobias Sippli an mir vorbei und die angepeilte Zeit unter 35 Minuten geriet immer mehr in Gefahr.
Trotz der Anfeuerung der Zuschauer konnte ich leider nicht mehr zulegen und wurde dann auch noch auf der Zielgeraden von Katja Fischer und Sabrina Mockenhaupt überlaufen, die sich bis zuletzt ein packendes Sprintduell um den Sieg lieferten. Mit letztlich 35:14 Minuten hatte ich dann meine Zeitvorgabe zwar wie im Vorjahr beim Marathon erneut ganz knapp verpasst, durfte mich aber mit dem Sieg in der Altersklasse trösten 🙂

Bereits eine knappe Woche später ging es dann zum ersten Mal in meiner Triathlon-Karriere zu einem der großen Klassiker über die Olympische Distanz in Baden-Württemberg. In Ladenburg stand die 25. Austragung des Römerman an, die in diesem Jahr zugleich als Baden-Württembergische Meisterschaft ausgeschrieben war.

Das für mich allerdings viel wichtigere Jubiläum war ein ganz persönliches:
Fast auf den Tag genau 20 Jahre liegt mein erster Triathlon-Start beim damaligen Volkstriathlon in Dettingen/Erms nun zurück. Im Rückblick ist das was zwischenzeitlich folgte fast unglaublich, war damals so sicher nicht abzusehen und obwohl natürlich auch einige nicht so erfolgreiche Rennen dabei waren, kann ich voller Stolz auf weit über 100 Wettkämpfe und große Erfolge, wie etliche Medaillen auf allen Ebenen bis hin zur WM, zurück blicken. Neben vielen tollen Erlebnissen bei Rennen und während der damit verbundenen Reisen hatte ich (fast) immer Spaß am Sport und der ist mir trotz der mittlerweile gegenüber der Vergangenheit wieder deutlich reduzierten Trainingsumfänge zusammen mit der Lust auf immer mal wieder neue Herausforderungen weiterhin erhalten geblieben 🙂

Deshalb also war ich nun zum ersten Mal in Ladenburg am Start, das nach dem Schwimmen im Neckar eine zwar schöne aber eben mit über 600 Höhenmetern und Rampen deutlich im zweistelligen Prozentbereich gespickte anspruchsvolle Radstrecke zu bieten hat.
Bereits morgens fühlte ich mich allerdings leider nicht so frisch wie erhofft und dann bezahlte ich auch noch trotz 20 Jahren Erfahrung am Start erst mal Lehrgeld.
In Ladenburg bringt ein Schiff alle Starter bis oberhalb der Startlinie im Neckar, dann heißt es rausspringen, zur Startlinie schwimmen und sich dort bis zum Startschuss in der Strömung zu halten. Ich wollte dies möglichst minimieren und habe mich nicht gleich mit den ersten Athleten ins Wasser gestürzt, die Strömung war aber gefühlt kaum vorhanden und so war ich als der Startschuss fiel zusammen mit einem guten Teil des Starterfelds noch auf dem Weg zur Startlinie. Die ersten Meter auf die Spitze hatte ich also bereits verloren, bevor es eigentlich überhaupt los ging 😦

Beim Schwimmen fehlte dann gefühlt irgendwie die letzte Konsequenz und anschließend kämpfte ich nach dem langen Weg in die Wechselzone mit meinem extrem anhänglichen Neo.
Nach ein paar flachen aber windigen Kilometern ging es dann in der brütenden Mittagshitze in die ersten steilen Rampen und die brachten mich dann schon an die Grenzen. Normalerweise komme ich trotz meiner Größe gut über die Berge, aber am Samstag hatte ich einfach nicht die Beine um dort viel Zeit gut zu machen und gegenüber Erbach fehlten zudem einige Watt auf der Anzeige. Auf den Abfahrten rollte ich zwar ganz gut, da aber die Zeit für eine Streckenbesichtigung im Vorfeld fehlte, ließ ich auch da sicher ein paar Sekunden liegen, kam dafür aber ohne Probleme um die Kurven.

Bislang konnte ich mich auch 2019 auf gute Laufzeiten verlassen, hatte aber diesmal bereits von Anfang an das Gefühl, einfach nur langsam zu sein. Obwohl ich noch ein paar Athleten überholen konnte, bestätigte das auch die Uhr mit Kilometersplits jenseits der vier Minuten. Wenigstens war aber meine Trefferquote mit ausgequetschten Schwämmen und leeren Bechern in die aufgestellten Müllcontainer erstklassig 😉
Insgesamt hielt sich der Spaß dennoch in Grenzen und das Rennen war ein zähes Stück Arbeit. Um so größer war schließlich die Überraschung, dass neben einer ordentlichen Gesamtplatzierung sogar noch die Vize-Meisterschaft in meiner Altersklasse dabei heraus sprang 🙂

Was allerdings nichts daran ändert, dass ich definitiv keinen guten Tag erwischt hatte. Dies zeigt zum Beispiel auch der Vergleich mit meiner früheren Vereinskollegin Karoline Brüstle, die vor drei Wochen als Gesamtsiegerin der Frauenliga in Erbach noch knapp langsamer war als ich und mir nun als erneute Siegerin in Ladenburg bei ähnlicher Streckenlänge rund 7 Minuten eingeschenkt hat.
Nach dem Zieleinlauf gab es neben dem fast schon obligatorischen T-Shirt für alle Finisher übrigens auch einen Sack Kartoffeln. Der passte jedenfalls bestens zu meinem Körpergefühl an dem Tag 😉

Jetzt hoffe ich auf jeden Fall darauf, dass ich mich einigermaßen schnell erhole und dann mit wieder geregelterem Training in den nächsten Wochen in Richtung Saisonfinale doch noch was drauf packen kann. Außerdem freue ich mich schon auf einen weiteren „Ausflug“ mit dem AusdauerNetzwerk in die Alpen im August 🙂

Hier geht es zu den Ergebnissen von Metzingen und Ladenburg.

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Triple-Triple beim Klassiker in Erbach (30.06.2019)

Jahrelang war ich immer wieder als Liga-Starter beim Erbacher Triathlon-Klassiker unterwegs und nun bereits nach 2017 und 2018 zum dritten Mal in Folge als Einzelstarter über die olympische Distanz am Start. Angesichts der aktuellen Hitzewelle war nicht nur ein heißer Tanz mit der Konkurrenz zu erwarten, sondern vor allem beim abschließenden Lauf am späten Vormittag ein Kampf gegen die pralle Sonne.

Wenig überraschend war dann auch der See mit knapp über 26 Grad Wassertemperatur ein angenehmer Auftakt und es war auf den 1,5 Schwimmkilometern Neo-Verbot angesagt. Trotz mal wieder beschränktem Trainingsumfang im Wasser bin ich gut weg gekommen, erwischte bald ein paar Füße zum „dranhängen“ und war gefühlt gut aber doch noch halbwegs entspannt unterwegs.
Meine 25:40 Minuten sind zwar schon deutlich langsamer, als noch vor ein paar Jahren, brachten mich aber doch in guter Ausgangsposition aus dem Wasser.

Auf dem Weg durch die Wechselzone konnte ich mich dann noch etwas weiter verbessern und nach ein paar Radkilometern die Lücke zu einem weiteren Athleten nach und nach schließen. Da das schon einige Körner gekostet hatte, beschloss ich erst mal nicht mit der Brechstange zu versuchen, mich direkt abzusetzen, sondern vorerst kontrolliert weiter zu fahren. Im Nachhinein betrachtet waren die Wattzahlen in diesem Abschnitt bis ca. km 25 vielleicht ein bisschen zu niedrig und ich hätte mehr Risiko gehen sollen.
Jedenfalls habe ich im zweiten Abschnitt die Schlagzahl doch ordentlich erhöht und konnte dadurch noch einige Plätze gewinnen. Am Ende stand dann mit 1:10:15 h für die knapp 45 km eine fast identische Zeit wie im Vorjahr und eine um nur 3 Watt geringere Durchschnittsleistung wie 2018.

Außerdem bescherte mir dies, wenn auch mit anderen Beteiligten, wieder die in Erbach aus dem letzten Jahr bereits bestens bekannte Ausgangsposition: Mit deutlichem Rückstand auf den Führenden aus den beiden absolvierten Disziplinen ging ich als zweiter Starter der ersten Gruppe in den Lauf und musste noch die Spitze der zweiten Gruppe im Hinterkopf haben.
Während der schon deutlich spürbare Wind und die kräftige Sonne auf dem Rad noch ganz gut erträglich waren, sollte sich dieser Mix auf der Laufstrecke dann doch in allgemein relativ langsamen Zeiten bemerkbar machen.
Zwar gelang mir insgesamt betrachtet ein ziemlich gleichmäßiger Lauf und mit 37:40 Minuten wieder eine der schnellsten Laufzeiten im ganzen Feld, aber erneut reichte dies nicht, den Führenden noch abzufangen 😦

Wie auch bereits in den Vorjahren zog dann auch diesmal noch in Person von Rainer Aumann der schnellste Starter der zweiten Gruppe in der Endabrechnung noch an mir vorbei.
Mit insgesamt 2:17:31 h und nicht mal 2 Minuten Rückstand auf den Gesamtsieger ist mir allerdings in Summe wieder ein gutes Rennen in Erbach gelungen und ich durfte neben dem 3. Gesamtrang erneut auch den Altersklassensieg feiern. Meine Bilanz in Erbach seit 2017 lautet also 3 Starts, 3 Gesamtpodestplätze (2./3./3.), 3 Altersklassensiege. Könnte also gut sein, dass ich da 2020 wieder am Start bin und eigentlich kann das Ziel dann nur Gesamtsieg lauten 😉

Altersklassensieg!

Top 5 Frauen und Männer. Da es auf dem Podest ziemlich eng war und ich ausreichend groß bin, bin ich einfach mal unten geblieben 😉

TSV kurz vor dem Start (v. l.: Steffen, Andreas, ich)

Außerdem waren auf der olympischen Distanz mit Steffen Holder (1. AK, 17. ges., 2:31:07 h) und Andreas Wolfer (6. AK, 32. ges., 2:38:19 h) zwei weitere TSV-Vereinskollegen erfolgreich unterwegs.

Daneben waren natürlich erneut viele bestens bekannte Gesichter dabei und am Ende hätte es fast noch einen gemeinsamen Zieleinlauf mit meinen ehemaligen Teamkollegen vom AST gegeben.
Die waren auf einer kürzeren Distanz im Teamrennen der Liga später gestartet und bogen kurz vor mir um den Wendepunkt auf die letzten 2,5 km der Laufstrecke ein, als ich schon 7,5 km hinter mir hatte.
Ich war zwar dadurch nochmal hoch motiviert und bin bis zum Ende fast noch heran gekommen, da die Jungs aber am Schluss ebenfalls nochmal alles gaben, um das nächste Team auf Distanz zu halten, hat es leider nicht ganz zum gemeinsamen Einlauf gereicht.
Spaß gemacht hat es trotzdem und wenn meine Schwimmzeiten besser wären, wäre das ein oder andere Liga-Rennen sicher reizvoll 😉

Alle Ergebnisse gibt es hier bei racepedia.

Weiter geht es nun übrigens ebenfalls wie in den letzten Jahren mit dem Ermstal-Marathon.
Auch wenn ich nach meinem Umzug nun nicht mehr direkt an der Strecke wohne, konnte ich es nach den letzten beiden erfolgreichen Rennen dort und angesichts des tollen Werbeplakats nicht lassen und habe mich nach langem Kampf mit mir selbst doch noch für einen Start entschieden 😉

Nach dem Halbmarathon 2017 und dem Marathon 2018 habe ich mich diesmal aber vernünftigerweise „nur“ für den 10 km Lauf angemeldet und damit hätte ich dann alle 3 Distanzen in Metzingen durch.
Dass es auch hier für einen Gesamtpodestplatz reicht, ist angesichts der hochkarätigen Besetzung allerdings ziemlich unwahrscheinlich und es geht eher um den Spaß auf meiner früheren „Hausstrecke“, auch wenn ich natürlich schon darauf hoffe, auf dem Weg talabwärts den Vorteil der langen Beine voll ausspielen zu können 😉

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Challenge Heilbronn: Zum zweiten Mal AK-Rang 5 bei einer DM 2019 (19.05.2019)

Nach der Duathlon DM in Alsdorf im April stand für mich mit der Challenge Heilbronn bereits die zweite Deutsche Meisterschaft, diesmal über die Triathlon Mitteldistanz, in der Saison 2019 im Wettkampfkalender. Anders als in Alsdorf und Rheinfelden sollten diesmal immerhin am Wettkampftag deutlich wärmere Temperaturen herrschen, durch das eher durchwachsene Wetter mit einigem Regen vorher, waren die Aussichten fürs Schwimmen aber dennoch nicht gerade berauschend.
Die Wasserproben waren zwar anscheinend super sauber, einladend sah der Neckar aber trotzdem nicht aus und war mit am Wettkampfmorgen gemessenen knapp 16 Grad ziemlich kalt 😦
Zwar ging es mit Neo schon, aber Gesicht, Hände und Füße waren schon nach ein paar Metern eiskalt.
Der Rolling Start mit 6 Athleten alle 5 Sekunden entzerrte das Gewühl im Wasser ziemlich gut und die Orientierung war auf der Wendepunktstrecke auch kein Problem. Etwas Strömung war zwar da, machte vom Gefühl her aber keinen großen Unterschied. Mit etwas über 32 Minuten (150. Schwimmzeit) für die 1,9 km bin ich dann auch noch einigermaßen gut aus dem Wasser gekommen, ohne zu viel Energie zu investieren.

Raus aus dem Wasser ging es direkt eine Treppe hoch auf eine der Neckarbrücken und von dort in die mehrere hundert Meter lange Wechselzone, die sich nicht nur unglaublich lang hinzog, sondern auch extrem eng war.
Wenn irgendwo jemand stand und den Neo auszog, war es schon knapp um mit dem Rad überhaupt vorbei zu kommen und wenn jemand gerade sein Rad raus zog, war der Gang zu, überholen mit Rad war sowieso praktisch unmöglich 😦

Dazu kam noch, dass nach dem Radfahren wieder in umgekehrter Richtung der selbe Weg zurück gelegt wurde und somit je nach Platzierung des Wechselplatzes einige Athleten nur ein paar Meter mit Rad laufen mussten, während andere in Summe fast einen Kilometer ihr Rad zu schieben hatten, was insbesondere bei der Enge ein echter Nachteil ist.

In meinen Augen einer Veranstaltung auf dem Niveau nicht würdig.

Mir ist dann soweit ich mich erinnern kann in meinen nun 20 Jahren Triathlon zum ersten Mal ein blödes Missgeschick beim Aufstieg aufs Rad unterlaufen, das in der Form bei etwas mehr Pech das Rennen eventuell schon beendet hätte.
Ich bin in den linken Schuh eingestiegen, war im rechten noch nicht komplett drin und dann ist der linke aus dem Pedal gerutscht. Zwar bin ich nicht gestürzt, aber das rechte Schienbein hat Bekanntschaft mit dem Kettenblatt geschlossen 😦

Was genau da nicht gepasst hat und wie genau ich dann wenigstens den Sturz verhindert habe, ist mir allerdings bis heute nicht ganz klar und da fehlen mir anscheinend auch ein paar Sekundenbruchteile in meiner bewussten Erinnerung.

Der Cut am Schienbein scheint aber zum Glück nicht tief zu sein und hat mich im weiteren Rennen auch nicht behindert.

Die Bedingungen auf dem Rad und der Laufstrecke waren zwar recht windig, aber von der Temperatur her sehr angenehm und es blieb zum Glück trocken.
Die Radstrecke ist für mich das absolute Sahnestück des Rennens, zwar vom Profil her durchaus anspruchsvoll, aber mit meist guten Straßen, technisch nicht übermäßig knifflig, trotz der Höhenmeter insgesamt flüssig zu fahren und daneben durch die Weinberge auch landschaftlich reizvoll 🙂
Die 84 km habe ich gefühlt gut hinter mich gebracht und konnte auch einige Athleten überholen, durch den Rolling Start hatte ich aber nicht wirklich eine Ahnung, wo ich mit meinen rund 2:25 Stunden (100. Radzeit) für die Radstrecke lag.
Im Hinblick auf die Wattwerte war ich im Nachhinein betrachtet mit rund 250 Watt im Schnitt im Vergleich zu ähnlichen Streckenlängen in den Vorjahren zwar rund 5 Prozent schwächer, aber in Relation zu meinen Trainingsumfängen passt das doch ziemlich gut.
Beim abschließenden Lauf über 21 km mit 3 stimmungsvollen Runden durch die Innenstadt und entlang am Neckar bin ich dann anfangs mit noch erstaunlich guten Beinen gestartet und die ersten beiden Kilometer fast wie zu meinen besten Zeiten jeweils in 3:35 Minuten angelaufen 🙂
Während ich den Rest der ersten Runde dann zwar etwas langsamer, aber auch noch relativ gut abspulen konnte, wurden die Beine dann doch langsam schwerer und auf der Schlussrunde waren die Zeiten dann meist knapp über 4 Minuten auf den Kilometer. Insgesamt ist mir aber doch in knapp 1:23 Stunden (28. Laufzeit) ein sehr guter Lauf zum Schluss gelungen und ich bin auch mit dem Gesamtergebnis von 4:28:49 Stunden sehr zufrieden, was im Amateurfeld Gesamtrang 46 und in der DM Wertung meiner Altersklasse nach Alsdorf erneut Rang 5 bedeutete 🙂

Zwei weitere Vereinskollegen vom TSV waren als Staffelschwimmer beziehungsweise -radfahrer im Einsatz und waren bereits im Zielbereich als ich dort ankam, so dass wir nach ein paar leckeren Schupfnudeln der meiner Meinung nach gut gemachten Zielverpflegung gleich noch ein passendes Foto machen konnten.

Ergebnisse der Profis und Altersklassen auf allen angebotenen Distanzen gibt es hier bei abavent.

Die offiziellen Bilder zum Rennen wurden von Sportfotograf gemacht und  ein paar Fotos von mir gibt es direkt unter dem Link zu den meiner Startnummer zugeordneten Dateien. Auch wenn ein paar der Laufbilder definitiv nicht mich zeigen, von der Farbe des Einteilers auf dem Rad nicht verwirren lassen, da hatte ich wegen der am Morgen noch kühlen Temperaturen den TSV-Einteiler noch über dem anderen Anzug 😉

Jetzt gibt es in meiner Wettkampfplanung erst mal eine längere Pause und damit hoffentlich Zeit, um vor allem auf dem Rad nochmal an der Form zu arbeiten. Dann heißt es beim Klassiker in Erbach über die Olympische Distanz Ende Juni wieder Vollgas geben 🙂

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AK-Podestplatz beim Lang-Sprint in Rheinfelden (05.05.2019)

Nach dem Duathlon in Alsdorf war die Wettervorhersage für Rheinfelden leider erneut schlecht und auf der Anfahrt am Morgen waren die Wälder in der Nähe von Donaueschingen sogar noch weiß überzuckert obwohl wenige Tage zuvor noch fast sommerliche Temperaturen herrschten. Für einen kompletten Triathlon mit Schwimmen im Freibad also alles andere als schöne Aussichten 😦
Hoffentlich setzt sich das Wetter bei den nächsten Rennen nicht genau so fort.

Als ich ankam hatte es dann zwar in Rheinfelden keinen Schnee, bei etwa drei Grad und ordentlich Wind war es gefühlt aber eiskalt, immerhin jedoch trocken. Der Veranstalter verkündete dann, dass auf Grund des Wetters der erste Wechsel neutralisiert werden würde und man fürs Umziehen maximal eine Viertelstunde Zeit in der Zone zwischen den Zeitmessmatten habe.

Bei 19 Grad Wassertemperatur war dann zum Schwimmen der Neo erlaubt und zwar bin ich gefühlt auf den ersten paar Metern ganz ordentlich gestartet, meine Arme haben sich dann allerdings schnell schwer wie Blei angefühlt. Vielleicht hat da mein Einsatz als Möbelpacker am Vortag seinen Teil dazu beigetragen. Dazu kam der Zick-Zack-Kurs durchs Freibad mit Wenden unter hochgezogenen Leinen in die „falsche“ Richtung, was mir mal wieder nicht gut gelungen ist. Dem entsprechend war die Zeit von 10:23 Minuten für 700 m trotz Neo nicht gerade berauschend, allerdings ist das Schwimmtraining unter anderem wegen meiner Wohnungsrenovierung in den letzten Monaten auch einfach ein paar mal zu oft für mich ausgefallen 😦
In der Wechselzone wollte ich für den Rest des Tages bzw. insbesondere auf dem Rad kein (Gesundheits-)Risiko eingehen und hatte deshalb nicht nur Neoprenkappen über den Radschuhen, sondern neben langen Handschuhen und Stirnband auch lange Klamotten deponiert. Nach grobem Abtrocknen habe ich über den Einteiler noch eine lange Hose gezogen, die ich normalerweise zum Langlauftraining im Winter nutze und obenrum zwei Jacken übereinander. Zwar sind die Füße trotzdem nie warm geworden, für den Rest war ich aber nahezu perfekt ausgerüstet.
Zumindest im Hinblick auf die Temperatur, die Aerodynamik war dagegen wohl eher furchtbar, wie ich nicht nur einmal feststellen konnte, als im Flachen andere Athleten an mir vorbeifuhren, als würde ich stehen obwohl ich selbst schon gut 300 Watt auf der Anzeige hatte. Entsprechend sieht die Radzeit/-platzierung mit 48:38 Minuten für 26 km und Platz 19 auf den ersten Blick auch nicht gut aus. Ein weiterer Blick auf die Leistungsdaten sagt mir aber, dass meine Leistung mit 290 Watt im Durchschnitt eigentlich doch ziemlich gut gepasst hat und auf vergleichbarem Niveau wie in den letzten beiden Jahren lag.

Nachdem ich beim ersten (allerdings ja nicht gewerteten) Wechsel die schnellste Zeit aller Finisher hatte, lässt sich im Nachhinein natürlich jetzt gut spekulieren, was ich eventuell auf dem Rad hätte gewinnen können, wenn ich mir die Zeit genommen hätte, mir in aller Ruhe deutlich enger anliegende Kleidung überzuziehen. Eine Option für den Rad-/Laufteil wäre hier sicher die Kombination aus Alsdorf gewesen, ich hatte mich diesmal aber eben anders entschieden und damit die gestellte Aufgabe diesmal wohl nur teilweise gut gelöst.

Bei zweiten Wechsel habe ich dann jedenfalls Handschuhe, Windjacke und die lange Hose wieder abgelegt, die andere Jacke aber weiterhin über dem Einteiler anbehalten und war damit gut unterwegs. Der Lauf hat sich durchgehend recht gut angefühlt und ich konnte bis zum Ende ordentlich Tempo machen und die zweite Runde sogar etwas schneller laufen als die erste. Mit 25:14 Minuten stand damit über die 7 km die 6. Zeit aller Starter zu Buche und trotz reduziertem Lauftrainingsumfang passt die Laufform zumindest auf die kurzen Strecken offensichtlich ganz gut 🙂

In Summe bedeutete das dann in 1:27:18 h Gesamtrang 11 und Platz 2 in der AK 35.

Insgesamt, wenn auch mit Abstrichen beim Schwimmen, bin ich daher auf jeden Fall mit meiner Leistung in Rheinfelden sehr zufrieden und auch optimistisch, das zweite Schlechtwetterrennen der Saison ohne gesundheitliche Folgen überstanden zu haben.

Die Gesamtsiege bei den Männern und Frauen sicherten sich in Person von Martin Bader (1:16:26 h) beziehungsweise Karoline Brüstle (1:28:49 h) jeweils souverän übrigens zwei alte oder besser gesagt junge (beide AK 25) Bekannte aus gemeinsamen Zeiten beim AST Süßen.

Eine vollständige Ergebnisliste von Rheinfelden gibt es hier bei abavent.

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Frostiger Saisoneinstieg beim Powerman Alsdorf (14.04.2019)

In meinem letzten Bericht hatte ich von einem „Kaltstart in die Saison“ gesprochen und dies eigentlich auf meinen Trainingsstand bzw. fehlende Vorbereitungswettkämpfe bezogen, tatsächlich war dies aber fast schon eine gelungene Prophezeiung im Hinblick auf die äußeren Umstände 😉
Am Wettkampfmorgen präsentierte sich die frühere nordrhein-westfälische Bergbaustadt Alsdorf mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt jedenfalls nicht gerade von ihrer schönsten Seite. Kurz nach dem Start auf den ersten Laufabschnitt, der unter anderem am ehemaligen Förderturm vorbei durch den Annapark und damit über das frühere Gelände einer der damals leistungsstärksten Kokereien Europas führte, setzten dann auch noch kurze Schnee- und Regenschauer ein. Diese wechselten sich im weiteren Rennverlauf immer wieder mit trockenen Phasen ab und angenehmer wurde das Wetter dann erst während des zweiten Laufs, als zeitweise schließlich auch die Sonne durch kam und es ein paar Grad wärmer wurde.

Nach einem flotten Start habe ich jedenfalls schnell ein gutes Tempo gefunden und konnte die ersten 10 km trotz einiger Ecken im fast flachen Kurs recht flüssig abspulen. Meine 36:07 Minuten waren für den aktuellen Trainingsstand auf jeden Fall ein guter Einstieg, auch wenn laut meiner Uhr die Strecke ein paar Meter zu kurz war.

Foto: larasch

Auch auf der wenig selektiven Radstrecke bin ich im Anschluss ganz gut ins Rollen gekommen und schaffte es ein einigermaßen gleichmäßiges Tempo zu halten und mit 1:32:56 Stunden für knapp 60 Kilometer stand hier ebenfalls eine ordentliche Leistung.

Foto: larasch

Wie einige der ganz harten „Helden“, die teils in kurzen Klamotten und ohne Handschuhe unterwegs waren, das bei dem Wetter, insbesondere beim Radfahren und dem zweiten Wechsel überhaupt angestellt haben, ist mir schleierhaft. Ich jedenfalls war froh um meine langen Sachen und die Handschuhe und hatte dank der intelligenten Bekleidungswahl zwei – für mich eher untypisch – in Relation sehr schnelle Wechsel 🙂
Der abschließende Lauf führte dann erneut über die bereits vom Start bekannte Runde und zwar machte sich der fehlende Trainingsumfang nun durchaus bemerkbar, ich konnte den Leistungsabfall aber dennoch in Grenzen halten. Insgesamt gelang mir hier wiederum ein einigermaßen kontrollierter und gleichmäßiger Lauf, der mit 37:56 Minuten auch nicht extrem langsamer war als der Auftakt.
In Summe brachte mich das mit der Gesamtzeit von 2:48:55 Stunden als 33. Amateur und 7. der AK 4 im internationalen Feld des Powerman Alsdorf ins Ziel. Bei der in diesem Rahmen mit ausgetragenen Deutschen Meisterschaft bedeutete dies dann in meiner Altersklasse Rang 5 mit nur knapp 1:15 Minuten Rückstand auf den Vize-Meister meiner Klasse.

Der Spaß hielt sich angesichts des Wetters zwar in Grenzen, aber alles in allem habe ich damit für den aktuellen Trainingsstand und zum Einstieg in die Saison doch ein sehr ordentliches Rennen gemacht. Nachdem ohne vorherigen Test hinter der Form schon ein kleines Fragezeichen stand, weiß ich zumindest, dass das Gefühl für eine gute Renneinteilung immer noch da ist und die Basis für den weiteren Aufbau auf jeden Fall auch vorhanden ist. Ob sich mit dem tollen Trainingswetter über die Ostertage da schon noch was verbessern ließ, wird sich dann am 5. Mai beim verlängerten Sprint-Triathlon in Rheinfelden zeigen 🙂

Hier gibt es die Ergebnisse von Alsdorf.

Und als kleine Belohnung für die Strapazen habe ich mir noch eine süße und sehr leckere, wenn auch vergängliche Erinnerung an die Alsdorfer Industriegeschichte mitgenommen.

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Sechs Monate Winterschlaf und dann mit Vollgas in die (Triathlon-)Saison (07.04.2019)

Nicht nur mein letzter Bericht, sondern tatsächlich auch mein letzter Wettkampf liegen fast unglaubliche sechs Monate zurück. Nach meinem Kona-Finish war natürlich erst mal Urlaub und Erholung angesagt, was ich auch sehr genossen habe 🙂

Abstecher auf den Mauna Kea mit tollem Sonnenuntergang im Anschluss.

Anschließend bin ich zwar auf Sparflamme wieder ins Training eingestiegen, aber neben meinem Beruf hat in den vergangenen Monaten vor allem die Renovierung meiner Wohnung extrem viel Zeit verschlungen, die dem entsprechend fürs Training gefehlt hat. Zwar nähert sich das nun langsam dem Ende und war sicher jede Minute wert, das ein oder andere Wochenende und ein paar Urlaubstage werden dafür aber definitiv noch drauf gehen.
Immerhin blieb noch die Zeit wenigstens ein paar Tage im Januar bei Traumbedingungen im AN-Wintercamp am Walchsee zu verbringen 🙂
Für die sonst üblichen Vorbereitungsläufe war aber weder ausreichend Zeit noch Training vorhanden und deshalb gibt es dieses Jahr praktisch einen Kaltstart in die neue Saison. Seit Anfang des Jahres stehen nämlich abgesehen von den intensiven Langlauftagen in Summe bislang leider nur 63 Schwimmkilometer, rund 700 km auf dem Rad und etwas mehr als 200 km in den Laufschuhen im Trainingstagebuch. Mit so wenig Vorbereitung bin ich wohl ausgenommen 2009 seit meinen Jugendjahren in keine Saison gestartet 😦

Der Großteil der Rennen steht tatsächlich schon länger in meinem Kalender und das erste wichtige Rennen sollte die Deutsche Meisterschaft über die Duathlon Mitteldistanz beim Powerman in Alsdorf am 14. April werden. Da heißt es eigentlich von Anfang an Vollgas geben, angesichts meiner eher mageren Vorbereitung und der Distanz von 10 km Lauf/60 km Rad/10 km Lauf kann ich das „wichtig“ aber gleich mal streichen und „Vollgas“ wird wohl gleichbedeutend mit „am Limit, aber langsam“.
Ebenso kommt die Triathlon Mitteldistanz DM im Rahmen der Challenge Heilbronn Mitte Mai nach dem langen Winterschlaf sicher zu früh für ein richtig gutes Rennen, auch wenn Alsdorf und der Sprint in Rheinfelden Anfang Mai den Motor hoffentlich auf Touren bringen. Anschließend habe ich mich für Ende Juni mal wieder für den Klassiker in Erbach angemeldet und hoffe da dann schon auf einen ordentlichen Wettkampf.

Im Juli wäre natürlich der Ermstal-Marathon wieder ein absolutes Stimmungs-Highlight und bei dem tollen Plakat muss ich eigentlich starten 😉
Der volle Marathon passt aber definitiv nicht zu meiner Vorbereitung und ob ich auf einer der kürzeren Strecken antrete, werde ich erst kurzfristig entscheiden.

Ab Mitte Juli folgt dann mit dem Triple der Baden-Württembergischen Meisterschaften in Ladenburg (Olympische Distanz), Ravensburg (Sprint) und Malterdingen (Mitteldistanz) eine Serie, bei der es richtig zur Sache und natürlich um die Medaillen geht. Persönlicher Höhepunkt für mich ist sicher die Mitteldistanz, die mir nicht nur von der Distanz her am ehesten liegt, sondern wo ich unter anderem aus meinem Start 2018 weiß, dass mir die Strecke entgegen kommt, während die beiden anderen Austragungsorte für mich Premieren sind. Optimalziel ist jedenfalls, von allen drei Rennen in meiner neuen Altersklasse eine Medaille mit nach Hause zu nehmen. Das wird allerdings alles andere als einfach und setzt voraus, dass mit den Temperaturen in den nächsten Monaten hoffentlich auch das Training deutlich zulegt.

Als letztes großes Rennen der Saison habe ich dann noch den Ironman 70.3 Slowenien im September eingeplant. Dafür heißt es nach Malterdingen im Training möglichst nochmal eine Schippe drauf legen, um sich dann mit einem tollen Wettkampf zum Saisonabschluss zu belohnen. Unabhängig vom Ausgang sind dann aber auch noch ein paar Urlaubstage in der landschaftlich sehr reizvollen Region geplant 🙂

Da das aber doch noch relativ weit weg ist, gilt es sich jetzt erst mal auf den Saisoneinstieg am 14. April zu konzentrieren. Vielleicht hilft das dabei, die fehlenden Trainingskilometer mit Erfahrung und mentaler Einstellung auszugleichen, um trotz der nicht optimalen Vorbereitung möglichst viel Spaß zu haben 😉

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