Sieg beim Bärlauchlauf in Reudern (19.03.2017)

Um nach einigen gefühlt ganz ordentlichen Trainingswochen mal wieder die aktuelle Form zu testen und gleichzeitig noch ein paar schnelle Kilometer zu sammeln, kam der heutige Bärlauchlauf gerade richtig. Diesen regionalen 10er hatte ich bereits 2014 gewonnen und da die einzige Änderung der Strecke in der Abfolge der beiden zu laufenden Schleifen bestand, wusste ich bereits was mich auf der dank einiger Höhenmeter nicht gerade leichten Strecke erwartete. Bei eigentlich angenehmen Temperaturen aber einem doch recht frischen Wind herrschten trotz des Regens vom Vortag nahezu perfekte Laufbedingungen.

Vom Start weg machte neben einigen anderen Athleten auch mein früherer Vereinskollege Bernd Weis erst mal ordentlich Tempo bevor sich nach ein paar hundert Metern in Christoph Groß von der LG Steinlach ein weiterer Bekannter an die Spitze setzte. Diese kleine Lücke konnte ich nach eher verhaltenem Start aber bis km 1 wieder schließen und ab da ging es gemeinsam weiter vorne weg. Zunächst konnte sich mit Heiko Thiele ein weiterer ehemaliger Vereinskamerad noch im Windschatten halten, der Rest verlor aber schon hier den direkten  Kontakt.

Bärlauchwecken für alle Finisher

In der ersten längeren Steigung bis etwa zum km 3 musste dann auch Heiko abreißen lassen und fiel im weiteren Verlauf dem hohen Anfangstempo Tribut zollend noch bis auf Rang 9 zurück. Auch Christoph konnte auf dem folgenden flacheren Teilstück mein Tempo nicht mehr ganz halten und verlor etwas an Boden. Ab da ging es für mich alleine vorne weg und ich konnte den Vorsprung nach und nach auf knapp über 20 Sekunden ausbauen. Letztlich hieß das für mich dann erneuter Sieg in 34:56 Minuten und damit sogar ein paar Sekunden schneller als 2014 🙂

Christoph sicherte sich ungefährdet Rang 2 in 35:19 Minuten vor Stefan Rabausch in 36:11 Minuten, Bernd belegte in 37:57 Minuten am Ende Rang 8.

Sieg beim Bärlauchlauf 2017 über 10 km

Die Ergebnisse des heutigen Laufs gibt es hier auf der Seite des TSV Beuren.

Fotos des Rennens gibt es ebenfalls hier auf der Veranstalterseite.

Mein Fazit in Bezug auf die Organisation der Veranstaltung von 2014 gilt nach wie vor, auch wenn die Zeitmessung mittlerweile über Transponder läuft: klein und teilweise auf das Nötigste beschränkt, aber insgesamt eine super Sache 🙂

Bezüglich meiner aktuellen Form bin ich ebenfalls sehr zufrieden nach dem heutigen Lauftest und auch der letzte Schwimmtest im Trainig lief gut. Nur auf dem Rad fehlen im Moment noch einige Kilometer und dafür auch einige freie Tage mit ein paar Sonnenstrahlen 😉
Ich hoffe, dass sich das nun nach und nach mit dem anstehenden Frühling bessert und habe als zusätzliche Motivationshilfe meine Saisonplanung in den letzten Wochen noch etwas voran getrieben. Mit dem Ironman Louisville, Kentucky im Oktober steht damit nun auch ein weiterer Saisonhöhepunkt fest und die Kona-Quali für 2018 dort ist das große Ziel für dieses Jahr 🙂

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Wettkampfauftakt 2017 mit dem 3. Alb-Gold Winterlauf in Reutlingen (11.02.2017)

Ringsum hat in den letzten Wochen die Grippewelle zugeschlagen, aber ich hatte das große Glück, dass ich bis auf ein paar Tage mit leichtem Kratzen im Hals gesund geblieben bin und auch für die Jahreszeit ziemlich gut trainieren konnte. Das mit dem Training hat dann aus verschiedenen Gründen seit Anfang dieser Woche nicht mehr so ganz geklappt und deshalb habe ich mich dann bei super Laufwetter erst am Samstagmorgen entschieden, doch nach Reutlingen zum 3. Alb-Gold Winterlauf zu fahren. Auf die Art wollte ich noch ein paar schnelle Kilometer sammeln und gleichzeitig nach rund zwei Monaten Wettkampfpause mal wieder die aktuelle Form testen.
Also stand ich nun zum ersten Mal im Trikot des TSV Dettingen/Erms hinter der Startlinie im bunt gemischten Feld der 5- und 10-km-Läufer.

Start zum 3. Alb-Gold Winterlauf Reutlingen 2017, Foto: P. Steiner

Start zum 3. Alb-Gold Winterlauf Reutlingen 2017, Foto: P. Steiner

Die Spitze verschwand direkt nach dem Start schnell aus dem Blickfeld und ich versuchte auf der abgesehen von einem längeren Anstieg nur leicht welligen Runde nach einem etwas verhaltenen Start ein gutes Tempo zu finden. Am Ende der ersten Runde bogen dann die 5-km-Läufer Richtung Ziel am Kreuzeiche-Stadion ab während für den 10er eine nur geringfügig abweichende zweite Runde zu laufen war. Die fiel mir zwar, insbesondere am Anstieg, etwas schwerer als die erste Schleife, insgesamt konnte ich das Rennen aber ganz gut zu Ende laufen.
Nach 36:27 Minuten für die mit in Summe rund 100 Höhenmetern doch nicht ganz so leichte 10 km Strecke erreichte ich schließlich auf Gesamtrang 10 und als 4. der M30 das Ziel. Sicher keine Top-Zeit und ich hoffe, dass ich da in den nächsten Wochen noch etwas zulegen kann, aber auf jeden Fall ein solides Ergebnis mit dem ich für den aktuellen Stand zufrieden sein kann und auf dem sich aufbauen lässt.

Ergebnisse gibt es hier bei SIFI-Timing.

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Start ins Jahr 2017, Ski-LL-Camp (02.-06.01.2017) und Ausblick

Foto: AN / www.studio-hoch-27.de

Foto: AN / studio-hoch-27.de

Kaum hat das Jahr begonnen, ist der erste Trainingsblock für 2017 auch schon erfolgreich absolviert. Mit dem AusdauerNetzwerk war ich zum wiederholten Mal unterwegs um unter professioneller Anleitung an meiner Ski-Langlauf-Technik zu feilen und mit alternativem Training die ersten Grundlagen für die Triathlon-Saison zu legen. Nachdem im  Allgäu anfangs der Woche noch Schneemangel herrschte und ein Training praktisch nur auf einer kurzen Kunstschneerunde in Balderschwang und auf der Weltcup-Strecke in Oberstdorf möglich war, verwandelte sich die Region im Lauf des Camps in ein Winterwunderland.

Foto: AN / studio-hoch-27.de

Foto: AN / studio-hoch-27.de

Insgesamt also ein anstrengender aber sehr gelungener Jahresauftakt. Nach den aktuellen Schneefällen lässt sich das vielleicht sogar am kommenden Wochenende auch daheim fortsetzen, bevor sich dann in den kommenden Wochen der Fokus schon wieder langsam in Richtung Sommersaison und spezifischerem Training verschiebt.

Dies wird auch notwendig sein, da zwischenzeitlich die ersten Rennen als Eckpunkte meiner Wettkampfsaison 2017 feststehen. Der erste echte Härtetest wartet bereits Anfang Mai mit dem Ironman 70.3 St. George in Utah, USA. Nur drei Wochen nach der Reise über den großen Teich geht es dann wie bereits 2016 beim Powerman in Ulm um die DM-Titel auf der Duathlon-Langdistanz. Ein weiterer Höhepunkt soll dann die DM auf der Triathlon-Mitteldistanz beim Allgäu-Triathlon in Immenstadt Ende August werden.
Sollte ich das terminlich irgendwie mit meinem Beruf vereinbaren können, würde ich dann gerne im Herbst noch ein Ironman-Rennen mit der Chance auf eine Hawaii-Quali für 2018 bestreiten. Zur Vorbereitung und natürlich in der Hoffnung auf ein paar tolle Radtage habe ich außerdem noch eine Alpentour und die Durchquerung der Pyrenäen mit dem AusdauerNetzwerk im Hinterkopf 🙂
Dazwischen wird sich dann sicherlich noch Zeit für das ein oder andere kürzere Rennen finden 😉
Auch wenn sich das zwischenzeitlich alles nur noch auf Hobby-Niveau bewegt und teilweise auch von der Urlaubsplanung/-genehmigung abhängt, wird also wohl wieder ein recht ordentlicher Wettkampfkalender zusammenkommen.

Im Unterschied zu den letzten Jahren werde ich dabei allerdings nun für den TSV Dettingen/Erms am Start sein. Nach den sehr schönen und auch sportlich unglaublich erfolgreichen Jahren beim AST Süßen, für die ich mich an dieser Stelle auch nochmals beim ganzen Team bedanke, habe ich nun mit Jahresanfang den Wechsel zurück in die Heimat vollzogen.
Bereits 2016 hatte ich wieder vermehrt mit einigen ehemaligen Vereinskollegen aus SG-Zeiten, die zwischenzeitlich unter dem Dach der Radabteilung des TSV untergekommen sind, trainiert. Mit meinem schon im letzten Jahr beschlossenen Ausstieg aus dem Ligabetrieb und dem weiter reduzierten Zeitrahmen fürs Training war es nun an der Zeit den Großteil des Trainings über die Angebote des TSV wieder vor Ort zu konzentrieren und damit in letzter Konsequenz auch den Startpass für den TSV zu beantragen. Ich hoffe nun, dass ich Vollzeitjob und Sport auch in Zukunft einigermaßen koordinieren kann, freue mich schon auf die kommende Wettkampfsaison und schiele bereits mit einem Auge auf Kona 2018 😉

Ich wünsche euch allen noch einen guten Start ins Jahr 2017, Gesundheit, viel Spaß und Erfolg in der anstehenden Saison!

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Jahresende = Auftakt zur DJK-Winterlaufserie, Start mit Platz 3 über 10 km (17.12.2016)

Auf den ersten Blick  bedeutet die Überschrift eigentlich: „Alles wie immer.“. Genauer betrachtet gab es beim 1. Lauf zur 29. DJK-Winterlaufserie in Göppingen aber für mich doch einiges, was sich deutlich von allen vorherigen Rennen unterschied.
Zwar hatte mich der Vorbericht in der NWZ noch als Garant für ein spannendes Rennen um Platz zwei gehandelt, – Rang 1 hatte Streckenrekordler Markus Weiß-Latzko praktisch mit der Anmeldung gebucht 😉 – aber nach nun fast einem Jahr Vollzeit-Job und entsprechend deutlich reduziertem Trainingsumfang war dies nicht unbedingt zu erwarten.

Bei kühlen Temperaturen aber sehr gut zu laufender Strecke zog sich dann das Feld auch recht schnell auseinander, Markus vorne weg verfolgt von seinem Teamkameraden Johannes Großkopf und dahinter ich mit zwei guten Bekannten: Tobias Huber und Michael Röhm, beides Triathleten, die den parallel gestarteten 5 km Lauf unter sich ausmachten. Markus lief das Rennen locker mit rund einer Minute Vorsprung auf Hannes nach Hause, dessen zweiter Platz wiederum zu keiner Zeit in Gefahr war, da er seinen Abstand zu mir kontinuierlich auf mehr als 1:15 Minuten ausbauen konnte.
Mit meiner Gesamtzeit von 35:27 Minuten auf die mit mehr als 100 Höhenmetern doch recht anspruchsvolle Strecke kann ich mit etwas Abstand betrachtet zu dieser Jahreszeit nun auch ziemlich zufrieden sein und Gesamtrang 3 ist eine nette Zugabe.
Eher erschreckend ist allerdings, dass mit so einer Zeit noch eine Podestplatzierung möglich ist. Noch vor ein paar Jahren hätte das mit viel Glück gerade noch für die Top-Ten gereicht. Zwar wäre ich unabhängig von der Platzierung gerne etwas schneller gewesen, die alten Glanzzeiten sind aber eben doch ein paar Jahre her und vor allem unter anderen Trainingsbedingungen zu Stande gekommen.
Trotzdem stimmt mich der Lauf durchaus zuversichtlich, dass die gesammelten Lebenstrainingskilometer in Kombination mit dem aktuellen Trainingsumfang mir auch in den kommenden Jahren noch ein paar gute Rennen auf ordentlichem Niveau ermöglichen 🙂

Eine wichtige Änderung wird es allerdings dabei geben: der DJK-Lauf war mein letzter Wettkampf im Dress des AST Süßen.
Nachdem ich bereits im Sommer meinen Rückzug aus der Liga angekündigt hatte, habe ich mich zwischenzeitlich auch entschieden, ab Anfang 2017 für den TSV Dettingen/Erms zu starten.
Dazu und zu meiner Saisonplanung später mehr, jetzt erst mal Frohe Weihnachten und besinnliche Festtage!

Hier bei abavent gibt es die Ergebnisse vom DJK-Lauf.

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Kampf mit Happy End: AK-Bronze bei der Triathlon DM in Immenstadt (21.08.2016)

DSCF9277Im Rahmen des 34. Allgäu Triathlons wurde dieses Jahr in Immenstadt die DM der Altersklassen über die Olympische Triathlondistanz von 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad und 10 km Lauf ausgetragen.
Zwar wurden die Strecken und einige organisatorische Dinge gegenüber den früheren Auflagen weiter entwickelt, der grundsätzliche Charakter des Wettkampfs und die tolle Atmosphäre blieben aber oder haben sich sogar noch gesteigert.
Wer also mit einer anspruchsvollen (Rad-)Streckenführung kein Problem hat, der sollte auf jeden Fall mal dabei gewesen sein.

Ich selbst wollte jedenfalls mit einem möglichst guten Rennen bei einer tollen Veranstaltung meine eher durchwachsene Saison 2016 versöhnlich zu Ende bringen.
In Erinnerung an meine tollen Rennen in Immenstadt auf der Mitteldistanz in den Jahren 2007 bis 2009 und vor allem auch an einen meiner größten sportlichen Erfolge, den Gesamtsieg in der Amateur-Wertung bei der ITU Langdistanz WM 2010, wollte ich den Tag genießen und mit einem guten Wettkampf einen ordentlichen Schlusspunkt setzen.

Trotz Neopren ging es beim Schwimmen im großen Alpsee bei mir aber nach den seit Ende April nahezu komplett fehlenden Schwimmkilometern erwartungsgemäß nicht wirklich flott los. Fast 26 Minuten bedeuteten Rang 18 in der AK 30.
Auch den ersten Wechsel habe ich dann ziemlich versaut indem ich trotz vorheriger Besichtigung zum ersten Mal seit Jahren in die falsche Reihe gelaufen bin. Zwar habe ich das schon nach ein paar Metern bemerkt, aber anschließend beim Ausziehen des Neos noch mehr als üblich mit dem Anzug gekämpft, weitere Sekunden und anscheinend auch noch unbemerkt mein Reservegel verloren. Also ein alles andere als gelungener Auftakt 🙂

Auf dem Rad ging ich die ersten Kilometer anfangs sehr kontrolliert an und konnte dann am Kalvarienberg gleich eine ganze Reihe Athleten förmlich stehen lassen. Auch der folgende Teil bis Niedersonthofen lief ziemlich gut. Ich konnte die Wellen flüssig und mit ordentlich Druck auf dem Pedal nehmen sowie einige weitere Plätze gut machen.
Der lange Anstieg Richtung Freundpolz brachte nochmals einige Platzgewinne, wurde zum Ende hin jedoch etwas zäh. Wenig später dann gab es ein kurze Schrecksekunde, als ich nicht 100% konzentriert ein Schlagloch erwischte und mit einem Arm aus der Aeroauflage rutschte. Immerhin konnte ich das ganze Malheur noch mit einem kleinen Schlenker und ohne sonstige Folgen abfangen.
Die restliche Radstrecke hatte dann eher Zeitfahrcharakter und ich konnte in einem gleichmäßig zügigen Tempo diesen Teil beenden und mit einer insgesamt sehr ordentlichen Radleistung zufrieden sein. Meine 1:14:26 h für die etwas mehr als 40 km mit rund 600 Höhenmetern brachten mich schließlich auf Rang 7 in der AK 30 in die Wechselzone.

Den Lauf konnte ich zwar zügig starten, musste aber dennoch einige Athleten, die kurz vor oder nach mir auf die Laufstrecke gingen, schon früh ziehen lassen. Nachdem ich den steilen Anstieg über den Kuhsteig aber ganz gut bewältigt hatte, kam ich auf dem anschließenden Gefällestück doch einigermaßen ins Rollen und die Abstände schienen nicht mehr zu wachsen.
Etwa ab Hälfte der Laufstrecke konnte ich mich dann langsam wieder näher an meine Vorderleute heranschieben und ich hatte wieder Hoffnung, vielleicht bis zum Ende doch noch den ein oder anderen Konkurrenten zu überholen. Rund 3 km vor dem Ende bekam ich dann jedoch erst mal selbst unerwünschten Besuch von hinten.
Zwar wusste ich zu diesem Zeitpunkt weder eine Platzierung, noch die Altersklassen der in Sichtweite liegenden Konkurrenz, doch ich wollte mich auf den letzten Kilometern so teuer wie möglich verkaufen. Also ging ich das Tempo mit und auch die folgende nochmalige Tempoverschärfung, als mein Gegner dies bemerkte.
Das war zwar ziemlich hart, aber ich hielt mir immer wieder vor: „Wenn auch nur einer der Läufer da vor Dir in Deiner AK ist und am Ende ein paar Sekunden fehlen, vielleicht sogar noch zu einem Podestplatz und Du lässt die jetzt einfach laufen ohne bis zum Schluss zu kämpfen, dann wirst Du Dich wochenlang darüber ärgern.“
Zwar ein „billiger Psychotrick“, aber er hat funktioniert, denn wenn der Kopf will, dann geht beim Körper viel mehr als vermutet. Oder die Beine haben sich einfach an das erinnert, was vor gar nicht mal so langer Zeit ein „normales“ Wettkampftempo war 😉
Jedenfalls war es unglaublich hart, das Laufgefühl aber plötzlich deutlich besser und an einer kleinen Welle konnte ich den Spieß wieder umdrehen. Das und die Tatsache, dass durch die Tempohatz der Vorsprung der nächsten Vorderleute dramatisch schrumpfte gab dann nochmals Auftrieb 🙂
Im Wissen um meine eher dürftigen Spurtqualitäten zog ich dann schon im Ortsbereich von Bühl nochmals an, überholte den Rest der Gruppe und konnte auf dem Schlusskilometer bis zum Ziel am Alpsee noch ein paar Sekündchen zwischen mich und die Konkurrenz bringen.
Trotz der Anstrengung und des harten Kampfs bis zur Ziellinie war dieser Abschluss des Rennens mit einer Laufzeit von knapp über 38 Minuten einfach ein super Gefühl 🙂

Um einiges größer wurde die Freude aber dann noch, als sich nach hervorragender Zielverpflegung beim Studium der ausgehängten Ergebnislisten herausstellte, dass der oben angesprochene Mentaltrick tatsächlich Realität war, ich dank der Energieleistung auf den Schlusskilometern das Ergebnis nochmal drehen konnte und in der AK 30 mit Rang 3 und der Bronzemedaille in der DM belohnt wurde 🙂
Die Plätze 4 bis 7 in der AK 30 folgten im Ziel schließlich mit Rückständen von 5, 16, 19 und 25 Sekunden! Insgesamt also ein etwas glückliches, aber verdientes Ende und ein, abgesehen vom instabilen April-Wetter, sehr gelungener Abschluss meiner Triathlon-Saison 2016.
Nun folgen erst mal ein paar Tage Sightseeing in Rom und dann werde ich jeweils kurzfristig entscheiden, ob ich eventuell noch den ein oder anderen Lauf oder ein sonstiges Rennen mitmachen werde.

Ergebnisse AK DM Olympisch.

Bericht Südwest Presse 23.08.2016.

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Heimspiel ohne Happy End: Powerman Ulm mit DM Duathlon Langdistanz (07.08.2016)

Als der 1. Ulmer Powerman, der bei seiner Premiere zugleich auch noch als DM auf der Duathlon Langdistanz ausgeschrieben war, angekündigt wurde, war für mich sofort klar: da bin ich dabei, das ist nach den letzten Jahren endlich mal ein Heimspiel!

Große Teile der Strecke kannte ich bereits von meinem Start beim Mitteldistanz-Triathlon 2014 und hatte damit auch die Gewissheit, dass ich mit der Strecke gut klarkommen sollte. Obwohl meine Trainingsumfänge seit Jahresanfang deutlich rückläufig waren und die bisherigen Saisonergebnisse dem entsprechend nicht mehr auf dem gewohnten Niveau der letzten Jahre waren, rechnete ich mir an einem guten Tag dennoch Medaillenchancen in der DM aus.
Zwar war schon im Vorfeld klar, dass ich mit der Titelvergabe nichts zu tun haben würde, aber ich machte mir Hoffnungen, bei optimalem Rennverlauf im harten Kampf um einen Podestplatz ein Wörtchen mitreden zu können. Außerdem schien im Vorfeld bei einigermaßen normalen Leistungen aller drei Starter – außer mir waren vom AST noch Marcus Büchler und Steffen Holder am Start – ein DM-Mannschaftstitel in Reichweite.

Das Rennen über 10 km Laufen, gut 80 Radkilometer und 20 km Laufen startete schließlich bei nahezu optimalen äußeren Bedingungen. Bereits beim ersten Lauf löste sich die anvisierte Taktik in Luft auf und ich musste Teile der Konkurrenz etwas weiter ziehen lassen als mir lieb war.
Auf den ersten Radkilometern war ich dagegen ziemlich gut unterwegs und habe dann wohl etwas übermotiviert weiter Druck gemacht. Zwar konnte ich auf den ersten 15 km einige Positionen gut machen und war super unterwegs, doch danach flachte die Leistungskurve ziemlich ab. Zwar war ich immer noch einigermaßen ordentlich unterwegs, doch spätestens gegen Ende der zweiten Runde musste ich dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und verlor nochmals deutlich Zeit.
Beim abschließenden Lauf war mein Tempo anfangs noch in einem vernünftigen Rahmen. Doch auch hier machten sich die fehlenden Trainingsumfänge im weiteren Verlauf deutlich bemerkbar. Bei durchschnittlich rund 30 Laufkilometern pro Woche in den letzten Monaten fehlt nun einfach die frühere Selbstverständlichkeit, mit der ich sonst die Laufstrecke im Wettkampf abspulte. Spätestens die letzte Runde war gefühlt einfach nur noch ein zäher Kampf und in Summe gingen auf jeder Teilstrecke irgendwo ein paar Leistungsprozent flöten.

Am Ende stand zwar immer noch eine respektable Gesamtzeit, aber ein Top-Rennen sieht sicher anders aus und damit war auch klar, dass ich mit der Medaillenvergabe nichts zu tun hatte.
International Gesamtrang 13 und ein 5. Platz in der DM-Wertung der Elite gehen somit vollkommen in Ordnung, sind aber natürlich nicht das, was ich mir erträumt hatte.
Bittere Pille obendrauf war dann noch die Mannschaftswertung, die zum ersten Mal seit ich mich erinnern kann gar nicht gewertet wurde und komplett ausfiel.
Nach dem suboptimalen Einzelergebnis also auch hier kein Happy End 😦

Ergebnisse Powerman Ulm.

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Time to say goodbye: doppeltes Finale beim Liga-Rennen am Schluchsee (09.07.2016)

Titelbild der Ligareports meiner letzten Ligasaison: Zieleinlauf unseres Meisterteams von 2015 in Erbach

Titelbild der Ligareports meiner letzten Ligasaison: Zieleinlauf mit unserem Meisterteam von 2015 in Erbach

Bei herrlichem Sommerwetter war bereits traditionell am Schluchsee das Finale der diesjährigen Triathlon-Liga-Saison in Baden-Württemberg angesetzt.
Ähnlich wie im Vorjahr konnten wir erneut nicht in Bestbesetzung antreten und mussten das Team nochmals kurzfristig umstellen. Angesichts des hauchdünnen Vorsprungs von einem Punkt auf die Verfolger aus Heidelberg also wieder eine haarige Sache, auch wenn es diesmal „nur“ noch der Kampf um die Vize-Meisterschaft war.
Für mich selbst sollte es allerdings ein echtes Finale gleich im doppelten Sinn werden, denn ich hatte mich bereits im Vorfeld entschieden, dass dies nach 16 erfolgreichen Jahren mein letztes Liga-Rennen werden würde.
Jetzt aber erst mal zurück zum Wettkampf selbst:

Beim Schwimmen ging es dank nur einem Trainingskilometer seit dem Rennen in Schömberg vor vier Wochen nochmals bergab. Letztlich wurde ich als 47. von 56 gestarteten Athleten in Liga 1 mit fast 5 Minuten Rückstand zur Spitze praktisch an Land gespült 😦

Ziemlich alleine machte ich mich also mit dem Rad auf die Verfolgung der nächsten Gruppe und konnte die Lücke bis zum Ende des ersten Anstiegs auch deutlich verkleinern. Die Aussichten die Gruppe auf dem folgenden flacheren Abschnitt aber alleine vollends einzuholen waren gering bzw. hätten wohl die letzten Reserven aufgebraucht.
Der Dank an dieser Stelle gebührt meinem Teamkollegen Marcus Büchler, der nach gutem Schwimmen leider schon früh mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte und das Rennen wenig später aufgeben musste. Bevor er allerdings ausstieg, ließ er sich bis zu mir zurückfallen, investierte alle noch verfügbare Energie und bot mir so für einige Minuten Windschatten und die Gelegenheit, die Beine nochmals kurz hängen zu lassen um dann den Sprung in die Gruppe tatsächlich zu schaffen.

Auf der zweiten Runde gelang es dann dank harter Arbeit auch die nächste Gruppe zu stellen. Obwohl ich nun schon ziemlich am Limit war, konnte ich an der letzten Welle eine kleine Unaufmerksamkeit meiner Mitstreiter nutzen und mich mit einem Antritt mit ein paar Metern Vorsprung in die letzte Abfahrt stürzen.
Zwar brachte mich dies mit einem kleinen Vorsprung zum zweiten Wechsel, doch schon zu Beginn des abschließenden Laufs musste ich der Aufholjagd auf dem Rad Tribut zollen.

Meine Beine fühlten sich furchtbar leer und müde an und ich kam anfangs überhaupt nicht ins Laufen. Einige Konkurrenten und auch mein Teamkollege Malte Gümmer zogen scheinbar mühelos an mir vorbei und davon. Immerhin wurde das Laufgefühl ab Beginn der zweiten Laufrunde langsam besser und ab Runde drei begann ich dann die enteilten Konkurrenten nach und nach wieder einzusammeln 🙂

Gegen Ende war ich dann wieder ziemlich flott unterwegs und konnte auf den letzten 1,5 km noch einige Plätze gut machen, was mich am Ende auf Rang 23 ins Ziel brachte.
Nach dem verkorksten Auftakt noch ein sehr ordentliches Ergebnis, was sich am Abend als die Teamauswertung erfolgte auch noch als optimale Punktlandung erweisen sollte. In der Tageswertung brachten wir es angeführt von Sebastian Veith (7.) nämlich in der Addition mit Florian Adami (19.), Malte (20.) und meinem 23. Platz auf Rang 4 und Platzziffer 69. Das Team aus Forst folgte mit Platzziffer 70 denkbar knapp auf Platz 5 und hätte uns beinahe einen entscheidenden Punkt kosten können. Denn unser härtester Verfolger im Kampf um die Vize-Meisterschaft, das Team aus Heidelberg, war mit Rang 3 nach Punkten nicht vorbeigezogen, sondern hatte durch unseren 4. Platz nur ausgleichen können. Dazu kam, dass sie bei der bei Punktgleichheit entscheidenden Platzziffernsumme über die gesamte Saison mit 267 zu 268 um genau einen Platzierungspunkt hinter uns blieben 🙂
Damit durften wir mit der Vize-Meisterschaft in der 1. Landesliga nochmals einen großen Teamerfolg feiern und ich konnte mich über einen würdigen Abschluss meiner Liga-Karriere freuen!

Im Rückblick ist nun schon eine große Portion Wehmut, aber natürlich auch viel Freude und Stolz auf viele tolle Jahre und Rennen mit den Teams der SG Dettingen/Erms und des AST Süßen mit im Spiel.
Zum ersten Mal bei einem Liga-Rennen am Start war ich 2001 noch zu Juniorenzeiten beim Teamwettkampf in Sigmaringen mit der Zweitligamannschaft der SG. 2003 durfte ich erstmals auch über die Olympische Distanz starten, machte erstmals alle fünf Liga-Rennen der Saison mit und war damit an unserem Aufstieg in Liga 1 beteiligt.
In meinem ersten Jahr in Liga 1 konnte ich mich dann weiter steigern und stand beim Liga-Finale am Schluchsee als 9. erstmals in den Top-10 der Tageseinzelwertung.

Ab 2005 war ich dann erst mit Zweitstartrecht und ab 2007 komplett für das AST unterwegs und es ging mit dem Team-Meistertitel 2005 über drei Mannschaftssiege in vier Rennen 2006 als Meister der 2. Bundesliga Süd gemeinsam rauf bis in die erste Bundesliga. Dort war ich in den folgenden Jahren wegen meiner eher mäßigen Schwimmleistung insgesamt allerdings nur fünf mal am Start und sonst weiterhin überwiegend mit den weiteren Teams des AST in den diversen Landesligen dabei.

Letztlich stehen nun am Ende meiner 16. Liga-Saison in Folge insgesamt 70 Starts (14x SG und 56x AST) zu Buche. Allein bei 44 dieser Rennen war ich in der 1. Landesliga am Start, konnte dabei zwischen 2004 und 2015 in Summe 23 Top-10 Platzierungen in der Einzelwertung erreichen und damit meinen Teil dazu beitragen, dass neben einigen weiteren Spitzenplätzen unsere AST-Mannschaft zwei Meisterschaften und drei Vize-Meisterschaften feiern konnte 🙂

Trotz aller Erfolge und der vielen schönen Jahre und Erlebnisse ist nun allerdings die Zeit gekommen, andere Prioritäten zu setzen und mich aus der Liga zu verabschieden.
Vielen Dank an alle meine Teamkollegen und die (Liga-) Verantwortlichen in den Vereinen, die mir diese super Zeit erst ermöglicht haben und denen ich schon jetzt für die nächste Saison weiterhin viel Erfolg wünsche!

Wahrscheinlich wird mir in Zukunft etwas fehlen und es kribbelt zum Saisonstart 2017 doch irgendwie in den Fingern oder ich fahre gewohnheitsmäßig zum ersten Rennen, weil ich ja praktisch immer dabei war, aber Stand jetzt heißt es für mich tatsächlich:

Goodbye Liga!

Ergebnisse und Tabellen vom Schluchsee gibt es auf der Ergebnisseite des BWTV.

Nächstes Rennen: DM Duathlon Langdistanz am 7. August beim Powerman Ulm.

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Auf und ab beim Powerman St. Wendel (26.06.2016)

Nach dem Totalausfall im letzten Jahr mit den Absagen der Veranstaltungen in Falkenstein und Zeitz waren für 2016 sogar gleich zwei neue Powerman-Rennen in Deutschland angekündigt. Während das Heimrennen in Ulm mit der DM Anfang August noch aussteht, ist der Powerman St. Wendel schon mit internationaler Topbesetzung über die Bühne gegangen.
Grundsätzlich reizen mich anspruchsvolle Kurse und so habe ich mich schon vor einiger Zeit entschieden bei beiden Wettkämpfen zu starten. In der Hoffnung, noch etwas von den umfangreichen Trainingsgrundlagen der letzten Jahre zehren zu können, habe ich mich trotz meines seit Ende der (Halb-)Profizeit doch deutlich reduzierten Trainings nochmals in der Eliteklasse gemeldet. Dies ist bei den Powerman-Rennen auch ohne offiziellen Profi-Status bei entsprechender Meldung möglich.

Bei der Anreise am Samstag konnte ich schon feststellen, dass St. Wendel landschaftlich schön in sehr hügeliger Umgebung liegt und ein nettes Städtchen mit schmucker Innenstadt ist.

Start-/Zielbereich am Vorabend des Rennens

Start-/Zielbereich am Vorabend des Rennens

Die anschließende Streckenbesichtigung gemeinsam mit Sebastian Retzlaff deutete dann schon auf einen sehr harten Tag am Sonntag hin. Zwar sollte der schwerste Teil der Laufstrecke wegen des durch den Regen der Vortage schlechten Geläufs wegfallen und dafür mehrfach eine kürzere Runde durch die Stadt gelaufen werden, die Strecke ging aber dennoch ständig heftig auf und ab. Auch auf dem Rad entsprachen die angegebenen knapp 800 Höhenmeter pro 40 km-Runde nicht ganz den Angaben auf dem Tacho, es blieben aber trotzdem mehr als genug übrig.

Vorbereitung abgeschlossen, fertig zum Start!

Vorbereitung abgeschlossen, fertig zum Start!

Bei praktisch perfekten äußeren Bedingungen erfolgte dann am Sonntag der Start zum ersten Wettkampfabschnitt, einem 10 km-Lauf über zwei Runden zu je 5 km, jeweils gespickt mit rund 130 Höhenmetern. An der Spitze setzte der zwischenzeitlich in der Schweiz lebende Deutsche Felix Köhler, der bereits im letzten Jahr in Zofingen ein tolles Rennen gezeigt hatte, die internationale Konkurrenz um Weltmeister Gael Le Bellec sofort unter Druck. Letztlich konnte seinem Tempodiktat niemand folgen und er erreichte mit sattem Vorsprung die Wechselzone.
Ich selbst hatte mir vorgenommen, mir den Tag gut einzuteilen und nach einem verhaltenen Start fand ich dann doch ganz gut ins Rennen. Zwar war der Rückstand zur Spitze mit etwas mehr als 4 Minuten schon beachtlich, aber ich fühlte mich noch gut und war mit Gesamtrang 12 ganz ordentlich unterwegs. Anschließend folgte sogar mit der zweitschnellsten Wechselzeit im Feld eine für mich geradezu sensationelle Leistung 😉

Foto: N. Braun

Foto: N. Braun

Bis zur Halbzeit der ersten von drei Radrunden konnte ich dann die Lücke zu Marc Widmer und Julian Lings schließen während gleichzeitig Sebastian Retzlaff seinen Rückstand vom Lauf aufholen konnte und fortan das Tempo diktierte. Mit relativ konstant guter Leistung auf den ersten beiden Radrunden schien im Hinblick auf das Gesamtergebnis noch vieles möglich, auch wenn sich Sebastian schon auf der zweiten Runde mit einer starken Radperformance nach vorne absetzte. Auf der dritten Runde zeichnete sich im Nachgang betrachtet bei mir vermutlich schon das ab, was zu Beginn des Laufs noch kommen sollte.

Die Kombination aus dem gegenüber früher deutlich reduzierten Training und vor allem wohl nicht ausreichender Energieaufnahme in diesem Rennteil forderten ihren Tribut.
Ich musste nach leichten Schwierigkeiten im ersten Teil Marc und Julian im Gefällestück mit Gegenwind ab Mitte der Runde endgültig ziehen lassen, war gegenüber meiner ersten Runde fast 8 Minuten langsamer und verlor so innerhalb weniger Kilometer einige Minuten auf die Konkurrenz 😦

An der Spitze lieferten sich derweil Zoltan Senczyszyn, ein alter Bekannter, den ich 2011 bei der DM auf Rang zwei verweisen konnte und der nun wieder mit der schnellsten Radzeit im Feld glänzte, Felix Köhler, Le Bellec und sein amtierender Vize-Weltmeister Seppe Odeyn einen harten Kampf.

Foto: N. Braun

Foto: N. Braun

Richtig hart für mich wurde es dann zu Beginn des zweiten Laufs. Nach den 120 Radkilometern mit laut Tacho knapp 1.900 Höhenmetern sollten nochmals vier der bereits vom Auftakt bekannten 5 km-Schleifen und somit fast 600 weitere Höhenmeter folgen.
Schon der Start fiel mir schwer und im ersten Anstieg war ich dann vom Gefühl her völlig leer, ausgebrannt und kurz davor über die eigenen Füße zu stolpern. Ich bin selten so in ein energetisches und damit direkt zusammenhängendes mentales Loch gefallen und war kurz davor tatsächlich das Rennen einfach aufzugeben 😦
Alles andere als optimal in dieser Situation war auch die leider nur sehr eingeschränkt vorhandene Wettkampfverpflegung. Zum Glück hatte ich als letzte Reserve zwei Gels mit zum Lauf genommen und die wirkten ab Mitte der zweiten Laufrunde praktisch Wunder.
Zwar war ich immer noch alles andere als schnell unterwegs, hatte aber wenigstens wieder einen klaren Kopf, konnte die Gedanken ans DNF verbannen und nach der 47. Laufzeit in Runde eins folgten eine schnellere Runde mit der 35. Zeit und eine nochmalige deutliche Steigerung auf die 14. Rundenzeit in Runde drei.
Auf der Schlussrunde ging dann der Energieschub durch die Gels langsam wieder zur Neige und entsprechend fiel mit der 19. Zeit auch die Geschwindigkeit wieder ab. Am Ende war ich deshalb froh, auf Gesamtrang 13 und nach fast 6 Stunden eines unglaublich harten Rennens mit einem in mehrfacher Hinsicht ständigen Auf und Ab, endlich das Ziel erreicht zu haben 🙂

Zu diesem Zeitpunkt hatte Seppe Odeyn den Kampf um den Sieg gegen Gael Le Bellec schon lange für sich entschieden und Felix und Zoltan auf die Ränge 3 und 4 verwiesen. Sebastian verlor beim Lauf wieder etwas an Boden, holte mit Rang 10 aber dennoch ein gutes Ergebnis.
Das Rennen der Frauen dominierte Julia Viellehner mit einer überragenden Vorstellung.

Für mich bleibt die Erkenntnis, dass mein aktuelles Niveau zwar selbst bei optimalem Rennverlauf international nicht mehr für ganz vorne reicht, aber ohne meinen Fehler bei der Energieaufnahme sicherlich ein etwas besseres Ergebnis möglich gewesen wäre.
Dies hoffe ich dann bei der DM in Ulm umsetzen zu können und vielleicht sogar nochmal um die Medaillen mitkämpfen zu können. Aktuell jedenfalls sind Zoltan und Felix (den ich aber bisher nicht auf der Starterliste gefunden habe) meiner Ansicht nach die Top-Favoriten auf den DM-Titel, dahinter könnte es dann an einem guten Tag eng werden 🙂

Bis dahin steht allerdings erst noch mit dem AST das Finale der Triathlon-Landesliga am Schluchsee auf dem Programm.

Die Gesamtergebnisse der Männer mit Splitzeiten beim Powerman St. Wendel gibt es hier bei Datasport.
Zum Kurzbericht in der Südwest Presse geht es hier.

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Licht und Schatten beim 3. Rennen der 1. Landesliga in Schömberg (12.06.2016)

Regen beim Check-in am frühen Morgen sorgte schon vor dem Start für gedämpfte Vorfreude. Immerhin war der See mit Neo angenehm temperiert.
Leider war ich nie ein großes Schwimmtalent und hatte nur durch regelmäßige und harte Trainingsarbeit ein ganz ordentliches Niveau erreicht. Für Nachlässigkeiten oder auch nur eine Woche ohne Wassertraining hatte ich bereits früher immer direkt die Quittung bekommen. Da die Hauptwettkämpfe für mich in diesem Jahr die Powerman Duathlon Rennen in St. Wendel und Ulm sein werden und die Trainingszeit nun sowieso knapper bemessen ist, hat das Schwimmtraining in den letzten Wochen deutlich gelitten.

Lange Rede kurzer Sinn: beim Schwimmen steckte ich heute mitten im Gedränge und bezog sowohl real, als auch im übertragenen Sinn Prügel.
Mit einer miesen Schwimmzeit und Rückständen von rund 2-4 Minuten auf meine Teamkollegen kam ich nach den 1,5 Schwimmkilometern als 36. aus dem Wasser. Auf dem Weg in die Wechselzone konnte ich zwar einige Plätze gut machen, verlor jedoch wieder einiges an Boden, als direkt vor mir ein Athlet Probleme beim Aufsteigen aufs Rad hatte, mich damit ziemlich ausbremste und zum Ausweichen zwang.
Dazu kam, dass sich bei dieser Aktion irgendwas an meiner Schaltung verkantete und ich plötzlich nicht mehr auf das große Blatt schalten konnte. Anfangs in den ersten Wellen und dem längeren Anstieg war dies noch kein großes Problem. Doch auf der folgenden rasenden Abfahrt mit anschließendem Flachstück war ich bei teilweise deutlich über 60 km/h mit meiner Übersetzung von 39/12 einfach nicht mehr in der Lage Druck aufs Pedal zu bringen und hätte fast den Anschluss an die Gruppe verloren.

Auf den folgenden beiden Runden gelang es mir immerhin zeitweise die Kette auch mal auf das große Blatt zu befördern. Da die Beine sich tatsächlich trotz der Vorbelastung unter der Woche ziemlich gut anfühlten, konnte ich auf der Schlussrunde sogar eine kleine Lücke zu Beginn des Anstiegs nutzen, mich alleine von der Gruppe absetzen und die Wechselzone als Solist mit einer starken Radleistung und deutlicher Verbesserung in der Platzierung erreichen.

Auch beim abschließenden Lauf konnte ich trotz der harten Radbelastung nochmals eine gute Leistung abrufen und erreichte schließlich als 21. in der 1. Landesliga das Ziel.
Dies ist gegenüber den letzten Rennen trotz des schlechten Schwimmauftakts und der anschließenden technischen Probleme ein deutlicher Aufwärtstrend, der mich optimistisch auf die kommenden Wettkämpfe blicken lässt.
Da insbesondere bei den Duathlons das Schwimmen keine Rolle spielt, sehe ich mich auch dank dem Trainingslager in Südtirol in den letzten Tagen auf einem guten Weg, dort eine ordentliche Leistung abrufen zu können.

In der Mannschaftswertung kamen wir angeführt von Marcus Büchler, der mit einer sehr starken Leistung in der Einzelwertung Rang 7 belegte, zusammen mit Sebastian Veith (15.) und Hannes Müller (16.) auf Rang 2. Daniel Schöttle musste das Rennen leider vorzeitig beenden.
Da Mengen heute nur mit 2 Athleten am Start war, konnten deren Topleistungen trotzdem nicht verhindern, dass sie in der Tageswertung weit zurückfielen und wir somit in der Tabelle ebenfalls auf den 2. Platz klettern konnten.

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Trainingslager Südtirol mit dem AusdauerNetzwerk (06.-10.06.2016)

Die Wettkampfsaison ist bereits in vollem Gange und meine geplanten Saisonhöhepunkte rücken langsam näher. Deshalb freue ich mich sehr, dass ich trotz nicht immer optimalem Wetter mit dem AusdauerNetzwerk einige super Trainingstage in Südtirol hatte und somit insbesondere an der Radform nochmals arbeiten konnte 🙂

Frühschwimmen Montiggler See

Frühschwimmen Montiggler See

Die erste Schleife, sozusagen zum Einrollen, führte am Montag vom Startort Nals über den Mendelpass und den Gampenpass.
Am Dienstag hieß es dann früh raus aus den Federn und bei traumhafter Morgenstimmung um kurz nach halb sieben rein in den Montiggler See zur Schwimmeinheit vor dem Frühstück. Anschließend folgte mit dem Rad die Tour durchs Vinschgau zum Stilfser Joch.

Auffahrt zum Stilfser Joch, Foto: AN

Auffahrt zum Stilfser Joch, Foto: AN

Stilfser Joch

Stilfser Joch

Auf der Sella Ronda

Auf der Sella Ronda

Am Mittwoch war morgens eine Laufrunde durch die Obstplantagen um Nals angesagt ehe es dann mit dem AN-Bus Richtung Fassatal ging.
Dort war dann Start zur „Sella Ronda“ über das Sellajoch, Grödnerjoch, Campolongo und Pordoi. Wegen des im Schlussteil des Pordois einsetzenden kräftigen Regens wurde dann beschlossen auf die letzte Abfahrt zu verzichten und an der Passhöhe wieder ins Auto umzusteigen.

Am Grödnerjoch rücken die Regenwolken näher

Am Grödnerjoch rücken die Regenwolken näher

Der Donnerstag begann dann erneut am Montiggler See und nach ausgiebigem Frühstück folgte im Anschluss eine ziemlich anspruchsvolle Koppeleinheit: mit dem Rad ging es durchs Passeiertal hinauf zum Timmelsjoch und nach rasanter Abfahrt in umgekehrter Richtung zurück nach Nals, wo der Trainingstag mit einem Koppellauf endete.
Freitags brachten wir die nun schon müden Beine nochmals mit einem flotten Morgenlauf auf Trab. Die Abschlusstour mit dem Rad führte uns später bei endlich herrlichem Juniwetter nochmals auf den Mendelpass und mit einem weiteren kurzen, aber deutlich steileren und ziemlich harten Abstecher auf den Monte Penegal.

Aussicht vom Monte Penegal

Aussicht vom Monte Penegal

Insgesamt hatten wir trotz einigen Schauern also eine tolle Woche 🙂
Neben einigen Schwimm- und Laufkilometern, sowie ein paar Dehn-/Stabiübungen stehen nun immerhin zusätzlich rund 500 Radkilometer und 11.000 Höhenmeter im Trainingstagebuch. Die nächsten Wettkämpfe können also kommen!

Das Liga-Rennen in Schömberg morgen kommt allerdings schon ziemlich bald.
Mal sehen, ob die Beine schon wieder halbwegs frisch sind und mir die giftigen Hügel dort im Vergleich zu den Pässen der letzten Tage nicht vielleicht sogar einfach nur kurz und flach vorkommen 😉

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