Vorschau Ironman Louisville, Kentucky (15.10.2017)

Noch vor wenigen Wochen schien mein Saisonhighlight, der Ironman Louisville, Kentucky, in mehrfacher Hinsicht noch in weiter Ferne zu liegen. Zwischenzeitlich allerdings hat daheim eindeutig der Herbst Einzug gehalten und daher bin ich froh, dass die Vorbereitungsphase nun weitgehend abgeschlossen ist und die Vorfreude und die Spannung langsam aber sicher ansteigen. Wirklich lange habe ich es seit meinem letzten Langdistanzrennen in Roth 2015 also nicht ausgehalten und nun steht in weniger als zwei Wochen sozusagen ein kleines „Comeback“ an 😉
Andererseits sind gut zwei Jahre seit dem letzten richtig langen Wettkampf eine gefühlte Ewigkeit. Die Selbstverständlichkeit, mit der ich teilweise fast im 5-Wochen-Rhythmus die Ironman-Rennen solide und mit halbwegs sicher vorhersagbarem Resultat „abgespult“ habe, ist mittlerweile weg. So stellte sich in der Vorbereitung doch immer mal wieder die Frage, wie das wohl angesichts des Vollzeitjobs und entsprechend reduzierten Trainings wohl laufen würde.

Immerhin haben aber der Trainingsaufbau im Jahresverlauf und vor allem auch das Rennen in Immenstadt sowie das anschließende Kurztrainingslager in Südtirol wie in meinem letzten Bericht mit Stand Mitte September beschrieben zwischenzeitlich wieder einige Zweifel beseitigt. Seit dem konnte ich zwar erwartungsgemäß unter der Woche nur eingeschränkt an meiner Form arbeiten, konnte aber die Wochenenden nahezu optimal nutzen und tatsächlich nochmal ein paar weitere qualitativ hochwertige Einheiten absolvieren 🙂
Dies waren z. B. ein 36 km Lauf mit leichter Endbeschleunigung, ein 26 km Lauf mit einer zweiten Hälfte knapp über einem 4 min/km Schnitt, eine 88 km Radeinheit mit 68 km ungefähr im angestrebten Wettkampftempo und eine Koppeleinheit mit 92 Radkilometern, davon 54 km im Wettkampftempo mit anschließendem 5 km Koppellauf im 4 min/km Schnitt. Insgesamt waren das zwar ein paar ziemlich harte Tage, aber genau die haben mir gezeigt, dass die Formkurve tatsächlich zu passen scheint und lassen mich zuversichtlich in Richtung des 15. Oktober blicken.

Zwar kann am Wettkampftag immer noch viel passieren und es wird viel von der Tagesform abhängen, aber aktuell rechne ich mir doch bei einem „normalen“ Rennverlauf eine halbwegs realistische Chance auf die Hawaii-Quali für 2018 aus.
Die Strecke in Louisville kenne ich bisher nicht in natura, anhand der Streckendaten und Vorjahresergebnisse sieht meine Prognose aber aus wie folgt:
Das 3,8 km Schwimmen im Ohio River dürfte eine kühle Angelegenheit mit Neo sein. Für mich neu und in seiner Auswirkung auf den weiteren Tagesverlauf nicht wirklich einschätzbar ist der „Rolling Start“. Unabhängig hiervon kalkuliere ich aber damit, 55-65 Minuten nach meinem Start wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und dann flott auf das Rad zu wechseln.
Die Radstrecke besteht aus einer großen Schleife und scheint US-typisch nur eine begrenzte Anzahl Kurven zu haben. Der Bremseneinsatz sollte sich also trotz rund 1.660 Höhenmetern und laut Profil ständigem Auf und Ab in Grenzen halten. Damit ist die Strecke zwar nicht wirklich flach, hat aber meiner Einschätzung nach auch nicht so viele Höhenmeter, dass sich dies extrem negativ auf die Geschwindigkeit auswirken würde. Ich sehe mich da nach aktuellem Gefühl irgendwo grob zwischen 4:50 und 5:10 h und wäre somit nach ca. 5:45 bis 6:15 h auf dem Weg auf die Laufstrecke.
Dort waren die Zeiten in der Vergangenheit angesichts der für mich eher harmlos klingenden rund 85 Höhenmeter eher langsam, ich hoffe aber trotzdem einen Marathon in der Spanne zwischen 3:00 und 3:15 h abrufen zu können.
Summa summarum würde sich also eine Endzeit von 8:45 bis 9:30 h ergeben 🙂

Die erste Zahl hört sich natürlich gigantisch an und wenn mir die Zeit jemand anbieten würde, würde ich sofort unterschreiben 😉
Allerdings bin ich realistisch genug zu wissen, dass es äußerst selten ist, dass bei einer Langdistanz in allen Teildisziplinen und über den ganzen Tag hinweg alles optimal läuft. Ich könnte deshalb auch am anderen Ende der Spanne wahrscheinlich sehr zufrieden sein oder muss mich vielleicht sogar irgendwann am Renntag damit anfreunden „nur“ zu finishen.
Sollte ich aber tatsächlich im Rahmen meiner Prognose im Ziel sein, könnte das durchaus für einen der voraussichtlich zwei bis drei Qualiplätze für Kona 2018 in der AK 30-34 reichen.

Mit Mathias ist, allerdings zum Glück in einer anderen Altersklasse, ein weiteres Mitglied des tri2b.com-AIN-Triathlonteams in Louisville am Start und ebenso wie Justin, ein weiterer Teil unserer Truppe aus St. George im Frühjahr, auf der Jagd nach der Quali.
Da mein Vereinskollege Holger Therre vom TSV Dettingen/Erms, das mit der Quali vor ein paar Tagen in Barcelona schon erfolgreich erledigt hat, könnte das im Optimalfall bedeuten, dass ich nicht nur Ort und Datum meines nächsten großen Urlaubs schon frühzeitig festlegen könnte, sondern auch ein paar gute Bekannte als Reisebegleiter nach Big Island hätte 🙂
Allerdings sollte man das Fell des Bären nicht verteilen bevor er erlegt ist und deshalb heißt es jetzt nicht zu weit in die Zukunft zu blicken, sondern konzentriert und mit Vorfreude das kommende Rennen anzugehen sowie die anschließenden Urlaubstage zu genießen. Mit ein bisschen Glück winken mir da nämlich ein paar Tage Indian Summer entlang des Blue Ridge Parkway 🙂

Wer übrigens das Rennen, in dem ich mit der Startnummer 1.600 antreten werde, verfolgen will, der findet auf der Ironman Coverage Seite sicherlich unter Beachtung der Zeitverschiebung am 15. Oktober ab mittags entsprechende Infos. Interessant könnte da auch der zweite Langdistanzauftritt meines früheren AST-Vereinskollegen Maurice Clavel werden, der von Statistik Guru Thorsten in seiner Prognose auf Trirating nach seinem super Einstand in Roth mit guten Chancen auf den Sieg in Louisville geführt wird. Neben Maurice sind außerdem noch einige weitere alte Bekannte im Profifeld dabei. Mal sehen, ob ich den ein oder anderen vielleicht etwas ärgern kann 😉

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Volles Programm Mitte September: 2 Rennen und eine Trainingswoche (10.-20.09.2017)

Im Anschluss an die Mitteldistanz DM in Immenstadt konnte ich nochmal zwei sehr gute Trainingswochen verbuchen, ehe nach einer ruhigen Woche dann endgültig die heiße Phase meiner Langdistanz-Vorbereitung im Hinblick den Ironman Louisville, Kentucky begann. Los ging es mit einem Start beim Höhenfreibad Triathlon in Bad Urach. Bei dieser Veranstaltung im kleinen Kreis mit einigen (ehemaligen) Vereinskollegen, Freunden und Bekannten ging es über die kurze aber anspruchsvolle Strecke mit ca. 0,5 km Schwimmen/13 km Rad/4 km Lauf vor allem um die Ehre, die natürlich bei so einem Starterfeld besonders hart umkämpft ist 😉
Allerdings wollte ich auf der teilweise feuchten Radstrecke auch nicht zu viel riskieren, da für mich dann doch noch ein deutlich wichtigeres Rennen folgen soll. So war ich zwar von meiner Zeit aus dem Vorjahr ein gutes Stück entfernt, konnte meinen Titel aber letztlich ungefährdet verteidigen 🙂

Am 12. September folgte dann die Fahrt nach Südtirol, wo ich unter der Sonne Italiens vor allem nochmal an der Radform arbeiten wollte. Leider war auch dort das Wetter nicht immer optimal und neben den allgemein eher kühlen Temperaturen führten vor allem einige kräftige Regenschauer in der zweiten Wochenhälfte dazu, dass ich mein geplantes Programm nicht zu 100% umsetzen konnte.
Dennoch sind mir insgesamt einige ziemlich gute Trainingstage in beeindruckender Umgebung gelungen wie die folgende Zusammenstellung zeigt:

Dienstag, 12. September: Anreise mit dem Auto an den Wolfsgrubener See und anschließend noch eine erste Laufrunde mit tollen Aussichtspunkten, ca. 14 km und 320 Höhenmetern.

Mittwoch, 13. September: Der See sah zwar einladend aus, war aber mit nur rund 16 Grad trotz Neopren nicht gerade angenehm temperiert. Immerhin aber hat es zu einer Schwimmeinheit mit 1,4 km gereicht. Anschließend ging es dann zum ersten Mal aufs Rad. Nach der steilen Abfahrt über Signat ging es über Nals den Gampenpass hinauf, anschließend weiter über den Mendelpass, quer durchs Tal und dann hinauf nach Kohlern. Hier ging es mit rund 10 km Anstieg mit durchschnittlich ca. 10% gleich mal am ersten Radtag richtig zur Sache. Nach der folgenden Abfahrt erwartete mich dann „nur“ noch der Rückweg hinauf zum Wolfsgrubener See. Da der allerdings auf fast 1.200 m ü. NN liegt, waren also nochmal rund 900 Höhenmeter zu überwinden. Spätestens am Ende dieses Tages wusste ich, was ich mir mit der Auswahl meines Standorts vorsätzlich eingebrockt hatte 😉
Insgesamt standen am Ende knapp 133 km mit 3.770 HM auf der Uhr.
 

Donnerstag, 14. September: Für den zweiten Tag hatte ich mir in Form des Dolomiten-Klassikers Sella-Ronda gleich noch ein Highlight ausgesucht. Allerdings waren für mich neben dem Grödner Joch, dem Campolongo, Pordoi Joch und Sella Joch auch noch einige Kilometer Anfahrt das Grödner Tal hinauf und am Ende des (langen) Tages wieder der Rückweg aufs Rittener Hochplateau zu bewältigen. Diesmal wählte ich zwar eine alternative Route, an der Höhenlage meines Ziels änderte sich damit aber natürlich nichts. So kamen bei teilweise unangenehm starkem kaltem Wind auf dem Pordoi und einigen Regentropfen am Sella Joch insgesamt gut 143 km mit rund 4.230 Höhenmetern zusammen.
 

Freitag, 15. September: Geplant hatte ich eine etwas kürzere und weniger anspruchsvolle Radetappe um die beiden heftigen ersten Tage zu verdauen. Um so größer war dann der Schock, als ich unterwegs zwischen dem Telfser Joch und dem Nigerpass plötzlich ein Schild mit 28% Steigung vor mir hatte. Da half dann nur noch Rettungsring auflegen, auf eine nur kurze Rampe hoffen und treten, treten, treten. Nach einem weiteren steilen Abschnitt bei St. Cyprian flachte der Nigerpass nach oben hin dann aber deutlich ab und zur Belohnung gab es wenig später auf der Abfahrt den Blick auf den unglaublich farbintensiven Karersee. Es folgten ein paar weitere Höhenmeter Richtung Obergummer und dann mein bereits vom Mittwoch bekannter Schlussanstieg, so dass auch am Abend meines „Erholungstags“ fast 119 km mit ca. 3.400 Höhenmetern im Trainingstagebuch standen 🙂
 

Samstag, 16. September: Der Morgen begrüßte mich mit strömendem Regen und als gegen Mittag endlich Besserung eintrat, entschied ich angesichts der aus den letzten Tagen schon ziemlich harten Belastung, das Rad dennoch nicht mehr aus dem Heizungskeller des Hotels zu holen, sondern nur noch eine Laufrunde zu drehen. Dies verband ich dann gleich noch mit einem kleinen touristischen Ausflug zu den Erdpyramiden bei Lengmoos, der mir insgesamt knapp 15 Laufkilometer mit erneut rund 320 Höhenmetern einbrachte.
 

Sonntag, 17. September: Morgens präsentierte sich das Wetter erneut ähnlich schlecht wie am Vortag. Zu einer Schwimmeinheit im mittlerweile noch frostigeren See konnte ich mich nach dem ersten Versuch vom Mittwoch nicht erneut motivieren, wollte aber bei sich besserndem Wetter und abtrocknenden Straßen wenigstens am Nachmittag nochmal aufs Rad. Die ursprünglich geplante Tour war nicht mehr zu schaffen, ich hatte mir aber zum Ziel gesetzt, das Hochplateau auch wenigstens einmal zur anderen Seite hin zu verlassen und auch den Aufstieg aus dieser Richtung zu testen. Um dabei am Schlusstag vor der Heimfahrt doch noch ein paar mehr Kilometer zusammen zu bekommen, beschloss ich kurzerhand eine Wendepunktstrecke mit Umkehrpunkt auf dem Penser Joch zu fahren. Da ich wegen des Wetters allerdings erst um ca. 14 Uhr aufs Rad stieg, war von Anfang an klar, dass ich das zügig angehen sollte 🙂
Trotz einigen Regentropfen im Sarntal ging es deshalb mit ordentlich Druck auf dem Pedal das Tal hinauf und dann bei kaltem Wind und Sonnenschein hinauf aufs Penser Joch. Wie einige andere Pässe der letzten Tage kannte ich auch das schon von früheren Touren mit dem AusdauerNetzwerk, war bisher allerdings nur von der anderen Seite her gekommen. Den Anstieg vom Sarntal aus fand ich jedenfalls deutlich angenehmer und erreichte die Passhöhe als meinen Wendepunkt nach rund 55 km und knapp 2:40 h. Nach einem kurzen Fotostopp oben ging es dann den gleichen Weg zurück. Leider verschwand schon nach kurzer Zeit die Sonne hinter den Wolken und auf der langen Abfahrt wurde es ziemlich kühl. Immerhin setzte der nächste Regen erst wieder im weniger steil abfallenden Teil des Sarntals ein und auf dem folgenden, unvermeidlich ansteigenden Rückweg zum Hotel wurde mir schnell wieder warm. Dort kam ich dann nach 110 km und 2.780 Höhenmetern pünktlich zum Abendessen an.
 

Montag, 18. September: Heimreise nach einigen insgesamt doch sehr gelungenen Trainingstagen in Südtirol und abends noch eine 3 km Schwimmeinheit zum Einstieg in die Hallenbadsaison.

Nach der harten aber im Hinblick auf Louisville sicherlich sehr wertvollen Trainingswoche blieb allerdings nur wenig Zeit zur Regeneration, denn am 19. ging es für mich bereits wieder im Büro rund und abends am 20. hatte ich meinen Start im Firmenteam meines Arbeitgebers, der Ed. Züblin AG, beim Flugfeld Firmenlauf in Böblingen zugesagt. Offensichtlich hat das allerdings gut geklappt und die aktuelle Form stimmt, denn auf der mit rund 4,8 km angegebenen Strecke konnte ich in 15:15 Minuten meine Vorjahreszeit um fast eine Minute unterbieten 🙂
Dass ich auf der langen Zielgeraden am Ende neben dem bereits kurz vorher davongezogenen Spitzentrio noch zwei weitere Läufer passieren lassen musste und damit insgesamt Rang 6 mit 20 Sekunden Rückstand auf Sieger Paul Specht belegte, war angesichts der Zeit dann Nebensache.

Die Richtung scheint jedenfalls zu stimmen und nun hoffe ich mit ein paar weiteren qualitativen Einheiten in den kommenden zwei Wochen mir noch den letzten Feinschliff zu holen, bevor dann am 11. Oktober der Flieger über den großen Teich abhebt. Am wichtigsten ist jetzt allerdings, insbesondere falls das Wetter nicht mitspielen sollte, gesund zu bleiben und lieber mal auf eine Einheit zu verzichten, als jetzt noch nervös irgendwas mit der Brechstange richten zu wollen. Dann muss eigentlich „nur“ noch die mentale Einstellung passen, dann kann der Saisonhöhepunkt kommen 🙂

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Tübingen (06.08.2017) und Immenstadt (20.08.2017): Wettkampfdoppel der Gegensätze im August

Der August ist nun bereits beinahe um und wegen meiner beruflichen Verpflichtungen und der parallel laufenden letzten Vorbereitungsphase auf den Ironman Louisville, Kentucky komme ich leider nun erst jetzt dazu einen Rückblick auf meine beiden Rennen in diesem Monat zu werfen. Dies eröffnet aber auch die Chance die beiden für mich sehr unterschiedlichen Wettkämpfe abschnittsweise im direkten Vergleich zu betrachten und aus dieser Perspektive einige Erkenntnisse für die Zukunft zu ziehen.
Wer lieber einen durchgängigen Rennbericht lesen will, der kann sich anhand der Schriftart (normal bzw. kursiv) orientieren.

Vorweg erst mal ein paar Infos rund um die Rennen:
Bei der noch jungen Veranstaltung in Tübingen war ich über die Olympische Distanz (ca. 1,5/40/10 km) am Start und wollte dort mein neues Rad zum ersten Mal unter Wettkampfbedingungen testen.
In Immenstadt folgte mit der DM Mitteldistanz (ca. 1,9/84/20 km), ausgetragen im Rahmen des bereits 35. Allgäu Triathlons, der damit auf eine große Tradition verweisen kann und von den Veranstaltern zu Recht zum KULT-Rennen erklärt wurde, mein nächster Schritt in Richtung Langdistanz im Oktober.

Schwimmen:
Als am Sonntag früh um 8 Uhr der Startschuss zur Olympischen Distanz beim Tübinger Citytriathlon fiel, herrschten zwar nahezu optimale Bedingungen, die braunen Fluten des Neckar waren aber nicht gerade einladend.
Nach den Erfahrungen von meinem letzten Start in Tübingen hatte ich mich am rechten Rand des Feldes postiert und auch diesmal erwies sich der Wasserstand dort als so niedrig, dass ich anfangs Seite an Seite mit meinem ehemaligen AST-Vereinskollegen Malte Gümmer ein ordentliches Stück mit Delphinsprüngen zurücklegen konnte und dadurch eine Zeit lang direkten Kontakt zur Spitze hatte. Im weiteren Verlauf verlor ich dann zwar noch einiges auf die Führenden, konnte mit meiner Schwimmzeit von knapp über 21 Minuten aber zufrieden sein und hatte eine ordentliche Ausgangsposition.

Nachdem die Frauen um Top-Favoritin Daniela Ryf bereits mit einer Viertelstunde Vorsprung auf dem Weg waren, fiel um 8 Uhr auch für den ersten Teil des Männerfelds der Startschuss in Bühl am Großen Alpsee und auch wenn die geschlechterübergreifende Wertung vergangener Jahre nicht mehr durchgeführt wird, stellte sich für viele Zuschauer die Frage, ob Superstar Jan Frodeno diese Lücke würde schließen können.
Für mich persönlich lief das Neo-Schwimmen vom Gefühl her von Anfang an gut und beim stimmungsvollen Landgang im Bühler „Schwimmstadion“ war schon klar, dass ich besser als erwartet im Rennen liege. Beim Ausstieg nach rund 30 Minuten hatte ich dann mit Fabian Sauter neben mir, Teamkollege Mathias Flunger knapp vor mir und meinem früheren AST-Teamkameraden Marcus Büchler ebenfalls nicht weit voraus beste Gesellschaft 🙂
Dass ich in diesem Sommer mal wieder wenigstens eine Schwimmeinheit pro Woche einigermaßen regelmäßig geschafft habe hat sich anscheinend doch positiv bemerkbar gemacht.

Rad:
Nach dem Wechsel auf der Neckarinsel musste das Rad rund 500 m bis zum Aufstieg am Ende der Eberhardsbrücke geschoben werden, ehe es dann über 2 Runden zu je 20 km an Bebenhausen vorbei in den Schönbuch und zurück ging. Vorne drückte Michael Göhner auf der Jagd nach dem schnellsten Schwimmer Nicolas Mehrer aufs Tempo, kam ihm aber nicht entscheidend näher.
Ich versuchte ebenfalls meine Vorderleute zu erreichen, musste aber bald feststellen, dass ich am Feintuning meines neuen Rades noch etwas arbeiten muss und es auf der Radstrecke nicht lief wie erhofft.
Ich konnte zwar einige Konkurrenten überholen, bekam im Gegenzug aber auch Gesellschaft von mehreren schnelleren Radfahrern von hinten.
Letztlich war meine Radzeit mit knapp 1:07 h für etwas mehr als 40 km aber immer noch solide und die Platzierung im Feld nach wie vor ordentlich, obwohl der Luftdruck im wegen Lieferschwierigkeiten noch geliehenen Hinterrad am Ende doch deutlich nachgelassen hatte. Es folgte der lange Weg in die Wechselzone und durch einen nicht optimalen Wechsel ließ ich nochmal einige Sekunden liegen.

Nach dem Rennen in Tübingen hatte ich einiges an Zeit in die weitere Gewöhnung an mein neues Material bzw. dessen Anpassung investiert und dies sollte sich auch prompt auszahlen. Schon erstaunlich, was ein paar kleine Änderungen und ein paar Millimeter mehr oder weniger an der richtigen Stelle bewirken können 😉 Jedenfalls fühlte sich meine Position auf dem Rad dank etwas Schrauberei an Sattel und Auflieger-Spacern plötzlich deutlich besser an. Außerdem hatte ich den geliehenen Laufradsatz nach einem Testlauf mit meinem eigenen alten Satz, der theoretisch eigentlich nicht so richtig passen sollte, aussortiert und damit kein Problem mit dem Luftdruck mehr.

Kalvarienberg

Hoch motiviert und bei besten Bedingungen startete ich also in den anspruchsvollen Radparcours mit insgesamt rund 1.200 Höhenmetern, konnte dort nach und nach vor allem in den Anstiegen einige Positionen gut machen und mich zwischenzeitlich sogar von Marcus und Mathias lösen.
Gegen Ende der zweiten Runde funktionierte dann allerdings die für mich neue elektronische Schaltung nicht mehr ganz wie gewünscht und ich hatte somit eine weitere wertvolle Lektion zu lernen. Immerhin war es nicht mehr weit und obwohl dazu kam, dass sich langsam doch die noch fehlenden längeren Radeinheiten bemerkbar machten, konnte ich den Zeitverlust minimieren und noch knapp hinter Mathias nach rund 2:23 h und mit einer normalized power von 306 Watt sehr zufrieden meine Rennmaschine wieder in der Wechselzone in Bühl abstellen.

Lauf:
Als es dann allerdings auf die Laufstrecke ging, die über 5 Runden mit ständigem auf und ab über das Kopfsteinpflaster der Altstadt führte, konnte ich die gute Laufform der letzten Wochen erneut abrufen und nach und nach einige Konkurrenten einsammeln. Mit gut 35 Minuten und damit einer der schnellsten Laufzeiten im gesamten Feld konnte ich mich bis auf Gesamtrang 5 nach vorne arbeiten. In der AK 30 hieß das dann gleichzeitig Rang 3 in der Gesamtzeit von 2:11:05. Den Gesamtsieg sicherte sich am Ende souverän Nicolas Mehrer in 2:05:29 vor Michael Göhner in 2:07:32.
Ergebnisse Tübingen.

Auf den ersten Laufkilometern entlang des Alpsees, konnte ich Mathias noch einigermaßen folgen, aber bereits auf dem Rückweg in Richtung Bühl wurde der Abstand in dem nur ganz leicht welligen Gelände langsam aber unweigerlich größer. Dennoch konnte ich das Tempo relativ gut halten und mich nochmals in der Platzierung verbessern, während von hinten keine direkte Gefahr drohte. Auch den steilen Kuhsteig nach etwa zwei Dritteln der Laufstrecke konnte ich noch ohne Gehpause bewältigen und näherte mich in kontrolliert flottem Tempo anschließend der Ziellinie in Bühl. Etwas überraschend geriet kurz vor Ende noch ein Athlet ins Blickfeld und mit einer kurzen Tempoverschärfung zum Schluss konnte ich mich noch drei Sekunden vor ihm ins Ziel schieben. Die Laufzeit von rund 1:17 h war aus meiner Sicht jedenfalls noch ein starker Abschluss eines für mich mit der aktuellen Form nahezu perfekten Rennens.
Den Gesamtsieg sicherte sich erwartungsgemäß Jan Frodeno in 3:49:55 h (23:03/2:15:02/1:08:23), der es damit knapp verpasste Daniela Ryf, die in 4:03:35 h mal wieder überragende Frau, einzuholen. Ich selbst kam in insgesamt 4:13:48 h auf Gesamtrang 14 an und konnte nach Abzug der Profis und nicht in der DM gewerteten Athleten mich sogar noch etwas überraschend über die Bronzemedaille der DM in der AK 30 freuen. Krönender Abschluss des Wettkampfs war dann mal wieder die exzellente Zielverpflegung inklusive Kaiserschmarrn 😉
Ergebnisse Immenstadt Classic Distanz.

Fazit:
Trotz mittlerweile mehr als 15 Jahren Triathlonerfahrung habe ich aus beiden Rennen, bei allen Unterschieden hinsichtlich Wettkampfformat, Streckencharakteristik, Vorbereitung und Rennverlauf jeweils wieder ein paar wertvolle Erkenntnisse mitgenommen.
Eines was ich schon bisher so gesehen habe, hat sich allerdings auch nochmal eindrücklich verfestigt: Die Kulisse und die Stimmung in Tübingen sind zwar auch super, hinsichtlich Organisation, Streckenführung und Preis/Leistung gibt es allerdings aus meiner Sicht noch deutliches Verbesserungspotential und ich würde bei Terminüberschneidungen Immenstadt eindeutig jederzeit vorziehen.
Hinsichtlich meiner Formkurve in Richtung Louisville bin ich nach Immenstadt momentan sehr positiv gestimmt und hoffe bei möglichst guten Bedingungen vor allem auf dem Rad noch ein paar wichtige Trainingseinheiten nachlegen zu können. Damit es mit den vollen 180 km im Oktober auch klappt und ich noch möglichst frisch in den Marathon starten kann, habe ich deshalb zwischenzeitlich noch ein paar Urlaubs- bzw. eigentlich Trainingstage Mitte September in Südtirol eingeplant 🙂
Sollte das alles klappen wie erhofft, sehe ich momentan zumindest eine kleine aber durchaus realistische Chance auf einen Kona-Slot für 2018.

Bericht und Interview tri2b.com AIN Triathlonteam mit Mathias und mir nach dem Zieleinlauf in Immenstadt:

Videorechte: tri2b.com

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Podestplatz beim Heimrennen – Nach Startschwierigkeiten starker Lauf durchs Ermstal (09.07.2017)

Der nächtliche Regen hatte für willkommene Abkühlung gesorgt und beim Aufstehen war der Himmel mit dichten Wolken verhangen, so dass noch die Hoffnung auf für den Ermstal-Marathon untypisch angenehme Bedingungen bestand. Doch bereits knapp eine halbe Stunde vor dem Start brach sich die Sonne Bahn durch die Wolkendecke und schon auf meiner traditionellen 2,5 km langen Einlaufstrecke von daheim zum Start auf dem Metzinger Kelternplatz bekam ich einen Vorgeschmack auf die schwül-warme und drückende Luft, die während des Rennens herrschen sollte.
Während der 10 km Lauf um 9 Uhr in Bad Urach startete, ging es ab Metzingen talaufwärts zeitgleich für die Marathon- und Halbmarathonläufer auf die Strecke.

Schon während meinem kurzen Lauf zum Start hatten sich die Beine nicht optimal angefühlt und das zeigte sich dann auch schnell im Rennen. Mit gefühlt bleischweren Oberschenkeln musste ich das Führungstrio mit Top-Favorit Timo Göhler, Simon Friedrich und Michael Leibfarth bereits auf den ersten paar hundert Metern davonziehen lassen und befand mich dann alleine im teilweise doch deutlich spürbaren Gegenwind. Wenig später überholte mich der erste Marathoni und ich versuchte mich in seinem Windschatten zu halten, musste jedoch auch diesen nach rund 2,5 km ziehen lassen 😦

Peter Keinath schließt auf.

Rund 1 km später schloss in Person von Peter Keinath ein weiterer Bekannter und Siegkandidat im Marathon zu mir auf. Diesmal gelang es mir jedoch das Tempo aufzunehmen und in seinem Sog ging es weiter talaufwärts Richtung Dettingen.
Dort bekam ich dann die Info, dass Michael im Halbmarathon auf Rang 3 liegend rund 1:15 Minuten vor mir sei, was mir aber zu dem Zeitpunkt halbwegs egal war, obwohl es vom Gefühl her nach und nach besser lief. Nach einem Xenofit-Gel bei Kilometer 7 ging es dann Seite an Seite mit Peter über mehrere Wellen weiter Richtung Wende in Bad Urach und der führende Marathoni war nach seinem Toilettenstopp bei Dettingen plötzlich wieder in Sichtweite.
Auch Michael war beim Einlauf ins Uracher Stadion am anderen Ende wieder zu sehen und damit sein Vorsprung zumindest nicht mehr gewachsen, eher sogar um ein paar Sekunden geschrumpft.

Entweder gab das noch mal einen Motivationskick oder es lag einfach nur daran, dass ich mich mittlerweile recht gut fühlte, es nun talabwärts ging und ich den Vorteil der langen Beine jetzt ausspielen konnte, jedenfalls wurden meine Kilometersplits schneller, ich konnte mich von Peter lösen und dem anderen Marathoni langsam wieder näher rücken. Nach einem weiteren Xenofit-Gel bei km 15 konnte ich dann meine Zeiten sogar zwischendurch unter 3:30 min/km drücken und kurz vor Ortsausgang Dettingen nach rund 16,5 km an ihm vorbeiziehen 🙂
Der Abstand zu Michael war dadurch zwischenzeitlich auch deutlich geschrumpft und was ich kurz nach dem Start schon für kaum mehr möglich gehalten hatte, war plötzlich wieder in Reichweite. Eine gute Gesamtzeit und sogar ein Podestplatz!
Von dieser Aussicht beflügelt, konnte ich nochmal aufs Tempo drücken und flog geradezu an meinem früheren Schul- und Vereinskameraden vorbei, der allerdings zu diesem Zeitpunkt auch schon schwer gezeichnet war, nicht mal den Versuch der Gegenwehr machen konnte und an einem für ihn schwarzen Tag auf den letzten knapp 4 km zum Ziel noch fast 3 Minuten verlieren sollte.

3 km zum Ziel: kein Verfolger in Sicht, Feuerwehr in voller Montur beim 10 km Lauf

Ohne direkten Verfolger und mit den beiden Führenden weit außer Sicht wurden dann die letzten 2 km doch noch etwas zäher und die sich entwickelnden Blasen an den Zehen machten sich nun schmerzhaft bemerkbar 😦
Trotzdem ergab sich eine für mich sehr gute Gesamtzeit von 1:17:44 h, die mich, fast genau 2 Minuten langsamer als bei meinem Sieg 2008, auf Gesamtrang 3 und als Sieger der AK 30 ins Ziel brachte!
Den Gesamtsieg holte sich erwartungsgemäß Timo, der zwar in 1:13:54 h den im Vorfeld angepeilten Streckenrekord deutlich verpasste, aber Simon (1:14:10 h) sicher auf Rang 2 verwies.
In Abwesenheit von Sabrina Mockenhaupt wurde Timos Freundin Lauren ebenfalls ihrer klaren Favoritenrolle gerecht und gewann überlegen als 5. des Gesamteinlaufs über den Halbmarathon in 1:21:53 h die Frauenkonkurrenz mit neuem Streckenrekord.
Während die ersten Marathonläufer dann die zweite Runde in Angriff nahmen, hieß es für mich ebenfalls nochmal ein Stück talaufwärts zu laufen und die 2,5 km nach Hause hinter mich zu bringen, um dann frisch geduscht mit dem Rad zur Siegerehrung zu rollen 🙂


Alle Ergebnisse der diversen Rennen im Rahmen des Ermstal Marathons gibt es hier bei racepedia.

Hier noch die Garmin-Daten meines Rennens von heute mit allen Splits etc.:

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Podest in Erbach (25.06.2017) und Vorschau Ermstal-Halbmarathon (09.07.2017)

Beim Erbacher Triathlon am 25. Juni war nicht nur zum wiederholten Male die Triathlon-Liga Baden-Württemberg zu Gast, sondern es fand auch ein Einzelrennen mit Windschattenverbot über die Olympische Distanz statt. Da ich den Kurs aus diversen Ligastarts in den letzten Jahren bestens kannte und sicher war, dort jede Menge bekannter Gesichter aus dem Ligazirkus wieder zu treffen, bot sich ein Start geradezu an.
Von einigen wurde ich dann auch darauf angesprochen, dass ich mein Rad in den falschen Teil der Wechselzone schieben würde bzw. zu lange Auflieger montiert hätte oder gar meinen Start verpassen würde. Alles falsch für mich als Einzelstarter 🙂
Aber es war schon ein etwas seltsames Gefühl, irgendwie da, aber doch nicht richtig dabei zu sein. Dass meine Ligakarriere nun Vergangenheit ist, ist wohl weder bei den ehemaligen Teamkollegen und Konkurrenten, noch bei mir schon 100 Prozent angekommen 😉
Nun aber zum eigentlichen Rennen: Das Schwimmen war bei rund 25 Grad Wassertemperatur trotz Neoverbot angenehm warm, allerdings machten sich ohne das schwarze Helferlein die doch sehr beschränkten Schwimmumfänge der letzten Wochen deutlich bemerkbar. 25:38 Minuten für 1,5 Kilometer waren für den aktuellen Stand OK und brachten mich auch in guter Position aus dem Wasser, die Zeit an sich war aber natürlich nicht gerade überragend.

Auf dem Rad lief es dann schon deutlich besser und nach rund 20 Kilometern hatte ich auch den letzten der schnelleren Schwimmer eingesammelt und konnte mich sofort nach vorne absetzen. Angegeben ist die Strecke mit 43 Kilometer, laut meiner Garmin-Uhr waren es sogar knapp 45 und die Radzeit von 1:09 Stunden war somit ein gutes Ergebnis. Anschließend konnte ich noch mit einem konstant flotten Lauf in 36 Minuten über die 10 Kilometer zum Ende eine ziemlich gute Leistung abrufen und die schnellste Laufzeit des Feldes außerhalb der Liga abliefern.

Leider war allerdings in der zweiten Startgruppe, die etwas später ins Rennen ging, noch ein Athlet unterwegs, der durch schnellere Schwimm- und Radzeiten sich in der Gesamtwertung etwas mehr als eine Minute vor mir platzieren konnte 😦
Insgesamt bin ich aber mit dem zweiten Gesamtrang in 2:14:24 Stunden und dem damit verbundenen AK-Sieg sehr zufrieden.

Ergebnisse Olympische Distanz Erbach 2017 gibt es hier bei racepedia.

Nächster Start ist dann der Heimwettkampf direkt vor der Haustür mit dem Ermstal-Halbmarathon am 9. Juli. Auch das ist eine Veranstaltung, bei der ich sicher viele Verwandte, Bekannte und (ehemalige) Teamkollegen auf oder an der Strecke treffen werde und auf die ich mich deshalb besonders freue 🙂
In den letzten Jahren hat es terminlich nicht immer gepasst und deshalb nutze ich die Chance nun wieder dabei zu sein. Irgendwann muss ich die Saisonplanung dann auch mal so organisieren, dass es mit dem ganzen Marathon klappt, diesmal werde ich aber wieder auf der halben Strecke unterwegs sein, die ich bereits bei der Premiere 2008 in 1:15:40 h gewinnen konnte.
Bei hoffentlich halbwegs angenehmen Bedingungen liebäugle ich momentan damit, dass mit guter Tagesform vielleicht eine ähnliche Zeit machbar sein könnte. Zum Sieg wird das allerdings voraussichtlich nicht mehr reichen, da in Person von Timo Göhler zumindest ein Spitzenläufer am Start sein wird, der normalerweise in einer anderen Liga läuft.
Spannender wird sicherlich der Vergleich mit meinem Schulkameraden und früheren Vereinskollegen Michael Leibfarth, der schon vor einigen Jahren vom Triathleten zum reinen Läufer wurde und nur bei für mich optimalem Rennverlauf zu knacken sein dürfte. Ebenfalls interessant könnte eventuell aber auch ein Blick auf die Spitze des Frauenfeldes werden, das neben Top-Favoritin Sabrina Mockenhaupt mit Timos Freundin Lauren La Rocco aus den USA mindestens eine weitere starke Athletin aufweisen kann.
Ich werde auf jeden Fall versuchen das Rennen durch die Heimat in vollen Zügen zu genießen und gleichzeitig das Beste daraus zu machen und freue mich jetzt schon auf einen super Sonntag 🙂

Zur Einstimmung lief/läuft aktuell übrigens eine ganze Artikelserie in der Südwest Presse, deren Teil vom 28.06.2017 sich mit meinem Start befasst.

CU on Sunday 🙂

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Swim & run in Reutlingen, starker Lauf und Rang 8 (02.06.2017)

Nur 5 Tage nach dem langen Duathlonrennen beim Powerman Ulm wagte ich am Freitagabend bereits den nächsten Start und mit dem Swim & Run über nur 400 m schwimmen und 4 km laufen in Reutlingen war totales Kontrastprogramm angesagt.
Im Freibad Markwasen fanden ab dem späten Nachmittag Nachwuchswettbewerbe über noch kürzere Strecken statt, ehe es dann ab Jugend A aufwärts ab 18:15 Uhr in zwei Startgruppen über die volle Distanz zur Sache ging. Gerade noch rechtzeitig direkt von der Arbeit war ich erst mal froh, dass ich in die letzte Startgruppe des Tages ab 18:45 Uhr einsortiert war und so doch noch etwas Zeit zum Einrichten der Wechselzone, Umziehen und Warmmachen hatte.
Beim Schwimmen auf der 50 m Bahn erwischte ich dann vom Start weg einen guten Wasserschatten und war mit 6:01 Minuten bis zur am Übergang zur Wechselzone liegenden Zeitnahmematte für meine aktuelle Schwimmform auch gut unterwegs. Erwartungsgemäß war mein Rückstand zur Spitze da allerdings schon deutlich, da das Schwimmen sowieso nie meine Schokoladenseite war und das Starterfeld mit einigen aktuellen oder ehemaligen Nachwuchskaderathleten gespickt war.
Frederik Henes und Maurice Ehinlanwo waren bereits nach 4:55 Minuten über die Matte gestürmt und Frederik hatte sich durch einen Blitzwechsel gleich einen kleinen Vorsprung verschafft, den er mit der mit Abstand schnellsten Laufzeit des Tages dann weiter ausbaute. Ich hingegen ließ durch einen nicht optimalen Wechsel in die Laufschuhe nochmal die ein oder andere Sekunde liegen und machte mich dann als 16. nach dem Schwimmen auf die Verfolgung von Max Dapp, der einige Meter vor mir auf die Laufstrecke ging.
Die Laufrunde führte zu rund 50 % über Gras, 25 % Rindenschrot und 25 % Asphalt, hatte neben einigen Ecken auch noch drei Wendepunkte zu bieten und war insgesamt viermal zu absolvieren.
Ein richtiger Laufrhythmus ließ sich damit nie wirklich finden und da es auf der kurzen Strecke um jede Sekunde ging, hieß es immer wieder sich zu überwinden und neu zu beschleunigen. Offensichtlich gelang mir das aber ganz gut, denn nach knapp der Hälfte der Strecke konnte ich Max überholen und nach und nach um ein paar Meter distanzieren sowie ein paar weitere Plätze gut machen.
Am Ende der vierten Runde lagen zwei weitere Athleten nur noch knapp vor mir und am minimalen Anstieg über die Liegewiese des Freibads konnte ich mich noch an Maximilian Hils vorbeischieben. Als der jedoch im Zielsprint konterte, konnte ich nichts mehr entgegensetzen. Insgesamt stand jedoch am Ende für mich einschließlich des Wechsels mit 13:30 Minuten die drittschnellste Laufzeit des Tages und damit konnte ich mich in 19:31 Minuten auf Gesamtrang 8 bzw. in der Hauptklasse auf Rang 5 platzieren 🙂
Überlegener Gesamtsieger war Frederik Henes in 17:28 Minuten.
Swim & Run und noch dazu so kurz, ist eigentlich nicht ganz meine Welt, dennoch musste ich in Reutlingen nur 7 starken Nachwuchsleuten der Jahrgänge 1997 bis 2001 den Vortritt lassen, die vor allem von ihren schnellen Schwimmzeiten profitierten. Für mich war das damit jedenfalls ein zwar brutal hartes, aber sehr gelungenes Rennen und ein perfekter Auftakt für ein langes Trainingswochenende.
Das Masters-Rennen gewann übrigens Triathlon-Urgestein Matze Klumpp in 21:52 Minuten von der ausrichtenden TSG Reutlingen, der für seinen Start zwischendurch mal seinen Job als Streckensprecher an seinen Bruder übergeben hatte. Dass ich zwar noch nicht ganz so lange dabei bin wie Matze, mittlerweile aber auch schon ziemlich lange dazu gehöre, zeigt noch ein Detail am Rande: In der Jugend A ging Rang 2 in 19:16 Minuten und damit in der Gesamtwertung knapp vor mir liegend an Bjarne Mayer, mit dessen Vater Frank ich vor Jahren gemeinsam unter anderem in der Liga unterwegs war und auch zusammen den C-Trainerschein gemacht habe.

Alle Ergebnisse von Reutlingen gibt es hier bei my race result.

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DM-Bronze beim Powerman Ulm (28.05.2017)

Parallel zum Einstein-Triathlon wurde in Ulm der Powerman Germany über 10 km Lauf, 80 km Rad und 20 km Lauf ausgetragen, in den auch die Deutsche Meisterschaft auf der Duathlon Langdistanz integriert war. Bereits am Vorabend war ich für einen letzten Check der gegenüber den Vorjahren leicht veränderten Strecken, die Startunterlagenabholung und die Wettkampfbesprechung in Ulm.
Diese begann dann im Donaustadion mit dem Gedenken an Julia Viellehner, eine der erfolgreichsten Duathletinnen der letzten Jahre, die ich von einigen gemeinsamen Wettkämpfen, z. B. auch Zofingen 2013, wo wir gemeinsam auf dem Podest standen, persönlich kannte und die wenige Tage zuvor den Verletzungen eines Trainingsunfalls in Italien erlegen war.
Zwar hört man immer mal wieder von ähnlichen Fällen und ich musste auch schon selbst erfahren, dass man als Radfahrer im Straßenverkehr manchmal gefährlich lebt, aber ein tödlicher Ausgang bei einer Bekannten ist dann doch irgendwie anders und macht sehr nachdenklich. Es gehört allerdings auch zur Wahrheit, dass so tragisch der Fall auch war, beim Rennen am nächsten Tag die Gedanken daran völlig ausgeblendet waren und schon wieder nur noch der aktuelle Sport im Vordergrund stand.

Vom Start weg bestimmte der amtierende Europameister Felix Köhler zusammen mit dem Schweizer Fabian Zehnder das Tempo an der Spitze während ich mich anfangs in der Verfolgergruppe um Matthias Knossalla halten konnte. Diese musste ich zwar nach rund 5 km etwas ziehen lassen, erreichte jedoch mit Rang 7 in der Zeit von 35:22 Minuten den ersten Wechsel.

Foto: J. Streckenbach

Anschließend ging es über zwei anspruchsvolle Runden mit je knapp 40 km und insgesamt rund 750 HM über die Alb. Bereits nach rund 15 km flog am 16 % steilen Klosterberg in Oberelchingen Sebastian Retzlaff mit einer erneut grandiosen Radleistung an mir vorbei.
Ich hatte diesmal keine Chance zu folgen, sondern gegen Ende der Radstrecke machten sich die in diesem Jahr noch fehlenden Trainingskilometer immer deutlicher bemerkbar und die Anstiege forderten ihren Tribut, so dass sich einige weitere stärkere Radfahrer vorbeischieben konnten.
Dennoch waren die 2:11:28 h für die knapp 80 km lange Radstrecke eine ordentliche Zeit und ich konnte zu Beginn des zweiten Laufs wieder einige Athleten überholen. Mit einer weiteren Energieleistung in der Mittagshitze konnte ich mich eingangs der dritten von vier Laufrunden entlang der Donau und durch die Ulmer Altstadt wieder bis auf Gesamtrang 10 verbessern, musste dies jedoch mit einigen langsameren Kilometern zum Schluss bezahlen und verlor diesen Platz wieder.

Foto: F. v. Locquenghien

Nach einer Laufzeit von 1:23:10 h ergab sich dann eine Gesamtzeit von 4:12:58 h und im internationalen Gesamtfeld ein guter Platz 11.
Den Gesamtsieg und somit auch die DM Krone sicherte sich Felix Köhler in starken 3:48:00 h vor Matthias Knossalla, die beide mein Jahrgang sind. Ein besonderer Glückwunsch geht an dieser Stelle an Altmeister Sebastian Retzlaff, den 3. der DM-Gesamtwertung und Sieger der M45, der nur eine Woche nach der EM in St. Wendel bereits wieder ein extrem starkes Rennen ablieferte.
Für mich hieß es am Ende im Gesamtfeld der DM-Wertung Platz 6 und damit praktisch als Zugabe auch noch in meiner Wertungsklasse DM-Bronze hinter Felix und Matthias. Zwar wäre ich gerne vor allem auf dem Rad und der letzten Laufrunde etwas schneller unterwegs gewesen und wäre gerne auch im Gesamteinlauf etwas weiter vorne gelandet, habe jedoch insgesamt ein gutes Rennen gemacht.
Völlig anders als in Ulm geht es bereits in weniger als einer Woche in Reutlingen mit dem dortigen swim & run weiter im Wettkampfprogramm.

Alle Powerman Ergebnisse von Ulm gibt es hier bei Abavent.
Im tri2b.com A|N Triathlonteam Blog gibt es ebenfalls einen Kurzbericht.

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Firmenlauf Stuttgart (17.05.2017) und Vorschau DM Duathlon Langdistanz Ulm (28.05.2017)

Am Mittwochabend stand für mich der Start beim Stuttgarter Firmenlauf über rund 6 km am GAZI-Stadion auf dem Programm. Bei rund 6.000 gemeldeten Startern und praktisch nicht vorhandenen Parkplätzen lautete die Empfehlung der Veranstalter, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Diese waren den Läufermassen in Verbindung mit dem Feierabendverkehr nach meinem Eindruck aber nicht gewachsen.
Jedenfalls hatte ich noch das Glück wenige Stationen nach der Starthaltestelle in den Wagen der Stadtbahn noch reinzukommen und einen Stehplatz zu haben. Wenig später war die Bahn so voll, dass praktisch 360°-Körperkontakt zu den Mitfahrenden bestand und trotz rund 30 Grad ein Umkippen bei Ohnmacht wegen Platzmangel nahezu unmöglich war. Aus- oder einsteigen an den folgenden Haltestellen war kaum machbar und die Ansage an die wartenden Massen auf den Bahnsteigen lautete doch auf die nächste Bahn zu warten. Keine Ahnung, ob es alle Starter letztlich pünktlich zum Start geschafft haben, ich war jedenfalls froh, als die Tortur der Anreise vorbei war.

Was in der Bahn begann, setzte sich später allerdings ähnlich in der Startaufstellung fort. Schon rund eine halbe Stunde vor dem Start kamen erste Aufforderungen, sich doch in den diversen Startblöcken einzufinden. Durch eine relativ späte Anmeldung und offensichtlich eine Menge Meldungen von Leuten, die sich oder ihre Laufleistung maßlos überschätzen, hatte ich keine Startnummer mehr für den „schnellen“ Startblock erhalten und hätte offiziell im letzten Block antreten sollen. Zwar sollte eine Wertung nach Nettozeiten erfolgen, aber bei bereits am Start nur wenigen Metern breiten Wegen und einigen tausend Startern vor sich hilft das nicht wirklich weiter.
Deshalb habe ich vor dem Start etwas gemogelt und mich rund eine Viertelstunde vor dem Startschuss in den ersten Startblock gequetscht. Dort hieß es dann stehen bis kurz nach dem Startsignal und trotz der Mogelaktion waren schon 17 Sekunden um und die Spitze des Feldes über alle Berge, bis ich überhaupt die Startlinie überqueren konnte 😦
Es entwickelte sich dann ein rund 1,5 Kilometer langer Slalomlauf um irgendwie aus der Masse der vor mir ins Rennen gegangenen Läufer auf freie Bahn zu kommen. Am Ende erreichte ich dann dennoch nach 20:54 Minuten Nettozeit einen tollen 10. Gesamtplatz und konnte meinen Teil zu den guten Mannschaftsplatzierungen der Züblin-Teams beitragen.

Das Ergebnis war damit zwar super, leider habe ich aber einen im Hinblick auf die am 28. Mai anstehende DM Duathlon Langdistanz in Ulm möglicherweise fatalen Fehler gemacht. Bei nur 6 km Strecke wollte ich eine neue Kombination aus Wettkampfschuhen und Socken testen und war mir sicher, dass auf einer so kurzen Distanz nichts schief laufen würde. Ein Irrtum wie sich angesichts von ziemlich großen und recht schmerzhaften Blasen auf beiden Fußsohlen zum Rennende gezeigt hat 😦
Keine guten Aussichten für insgesamt 30 Laufkilometer in Ulm in gut einer Woche also. Dazu kommt, dass ich aktuell gesundheitlich leicht angeschlagen bin und die sportliche Betätigung entsprechend minimiert habe 😦
Momentan hoffe ich allerdings darauf, dass ich bis zum Rennen in Ulm doch wieder uneingeschränkt fit bin und dank positiver mentaler Einstellung allenfalls noch ein paar Trainingskilometer fehlen.
Auf jeden Fall werde ich versuchen, in der DM-Wertung nochmals möglichst weit vorne dabei zu sein. Bei einem Blick in die bisherige Startliste gehe ich aber davon aus, dass der nationale Titelkampf um Gold und Silber wohl bei normalem Rennverlauf zwischen Felix Köhler und Matthias Knossalla entschieden werden wird. Heißer Kandidat für einen weiteren Podestplatz ist aus meiner Sicht dann nach wie vor Altmeister Sebastian Retzlaff, der als immer noch erstklassiger Radfahrer, auf der anspruchsvollen 80 km Strecke in Ulm sicher wieder gut unterwegs sein wird.
Deshalb heißt es für mich jetzt vor allem schnell und gut erholen, damit ich mein Vorjahresergebnis vielleicht doch wieder verbessern kann, nachdem die Form kürzlich in St. George ja offensichtlich nicht so schlecht war 😉

Ergebnisse Firmenlauf.

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20 Jahre Stadtlauf Bad Urach – 12 Jahre nach dem Sieg immer noch auf dem Podium (13.05.2017)

Podium Stadtlauf Bad Urach 2017 v. l.: Michael Wetzel (3. 2017/1. 2005), Peter Keinath (1. 2017/1. 2014), Pascal Brobeil (2. 2017/1. 2015)

Der Stadtlauf Bad Urach, den ich bei meinem ersten Start im Jahr 2005 gewinnen konnte, feierte in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Das war für mich der Grund 12 Jahre später, aber nur eine Woche nach dem Ironman 70.3 St. George und damit wenige Tage nach meiner Rückkehr aus den USA schon wieder an der Startlinie eines Rennens zu stehen 🙂

Bei meinen weiteren Starts 2006 und 2012 musste ich mich als Titelverteidiger Timo Zeiler geschlagen geben bzw. belegte ich hinter Daniel Hummel, der damals den noch immer gültigen Streckenrekord aufstellte erneut Rang 2.
Zwischenzeitlich ist der Gesamtumfang meines Trainings sicher nicht mehr auf dem Niveau der vergangenen Jahre, aber mit so einer Bilanz wollte ich natürlich trotzdem vorne mitlaufen 😉

Das Rennen vom letzten Wochenende hatte ich vom Gefühl her schon ganz gut verkraftet und auch die Zeitumstellung nach der Rückkehr aus Utah am Dienstag ganz gut überstanden. Nach einem leichten Training am Mittwoch war ich am Donnerstag und Freitag beruflich wieder gefordert und da der Start in Urach erst am Samstagabend erfolgen sollte, wollte ich im Hinblick auf die Ende Mai anstehende DM Duathlon Langdistanz in Ulm noch ein paar Radkilometer sammeln.
Da ich aktuell auch eine Laufgruppe der Schwimmer von der TuS Metzingen, wo ich früher selbst geschwommen bin, als Lauftrainer betreue, war morgens erst mal eine kurze Laufeinheit mit den Nachwuchsschwimmern angesagt. Anschließend war ich dann etwas mehr als zwei Stunden auf dem Rad unterwegs und vor dem Start somit schon gut in Schwung 😉
Kurz bevor es losging traf ich dann noch zwei alte Bekannte: Daniel Hummel, Sieger und Streckenrekordler von 2012, der seine erfolgreiche Laufkarriere zwischenzeitlich beendet hat und Christian Scheidle, der in meinen ersten Jahren beim AST Süßen ab 2005 Top-Schwimmer und Teil unserer Triathlon-Liga-Meister-Mannschaft war und nun ebenfalls in Urach am Start.
An der Startlinie fanden sich dann mit den Siegern von 2014, Peter Keinath, und 2015, Pascal Brobeil, noch zwei weitere bekannte Gesichter der regionalen Laufszene und Favoriten auf den Sieg beim Jubiläumslauf ein.
Unmittelbar vor dem Startschuss sorgte leider eine kurze Regendusche für Abkühlung und machte das Kopfsteinpflaster in der Innenstadt leicht rutschig 😦

Führungsgruppe zu Beginn des Rennens

Dann ging es mit den erwarteten Athleten in der Spitzengruppe unter Führung von Peter direkt flott los auf die 12 mal zu laufende Acht in der historischen Altstadt von Bad Urach. Zwar war die Stimmung auf dem somit 24 mal zu überquerenden Marktplatz super und sehr motivierend, aber die Kopfsteinpflasterpassagen, unzähligen Kurven, Ecken und Überrundungen  sowie der minimale aber doch spürbare Anstieg zum Marktplatz machten die Strecke nicht gerade zu einem Hochgeschwindigkeitskurs.

Auf den ersten Runden konnte ich mich mit optimistischem Starttempo dann gemeinsam mit Peter etwas von Pascal absetzen. Peter hatte allerdings seinen herausragenden 4. Platz vom vergangenen Wochenende mit rund 61,5 gelaufenen Kilometern beim Wings for Life in München bestens weggesteckt, während ich bei Halbzeit des Rennens mein Tempo etwas drosseln musste.
Peter lief damit in 33:27 Minuten einem ungefährdeten Sieg entgegen, während ich wenig später wieder von Pascal gestellt wurde, der sich den Lauf besser eingeteilt hatte, sich bis zum Ende schließlich noch um knapp 30 Sekunden von mir lösen konnte und nach 34:02 Minuten im Ziel war, während ich in 34:31 Minuten als Gesamtdritter folgte. Christian lief nach einem ordentlichen Rennen schließlich als 7. in 38:08 Minuten über die Linie.
In Summe war das für mich ein schöner Abend mit alten Bekannten, einem guten Lauf, bei dem ich übrigens rund eine halbe Minute schneller war als 2012, und eine gute Vorbereitung für die DM Duathlon Langdistanz in Ulm 🙂
Vorher folgt allerdings am Mittwochabend mit dem Firmenlauf in Degerloch, bei dem ich als einer von mehr als hundert Athleten meinen Arbeitgeber, die Ed. Züblin AG, vertreten werde mit dem dritten Wettkampf innerhalb von zwei Wochen noch eine weitere flotte Einheit 😉

Alle Ergebnisse vom 10 km Stadtlauf in Bad Urach gibt es hier auf der Homepage.

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Reise-/Rennbericht: Super Saisonstart beim Ironman 70.3 St. George, Utah und Wettkampfauftakt für das tri2b.com A|N Triathlonteam (30.04.-09.05.2017)

Durch die Wetterkapriolen und den Wintereinbruch im April hatte mein Training in den letzten Wochen insbesondere im Hinblick auf die geplanten Radeinheiten doch ziemlich gelitten. Außerdem war abgesehen von zwei längeren Duathlons im vergangenen Jahr mein letzter längerer Wettkampf bzw. die letzte Mitteldistanz der Ironman 70.3 Taupo im Dezember 2015 und außer einigen Laufwettkämpfen hatte ich 2017 noch kein Rennen gemacht. Daher war die Vorfreude auf den Ironman 70.3 St. George am 6. Mai zwar groß, jedoch auch eine gewisse Unsicherheit im Vorfeld vorhanden.
Bereits am 30. April ging es dann für mich ab Frankfurt gemeinsam mit den beiden Teamkollegen des neu gegründeten tri2b.com A|N Triathlonteams, Uwe und Mathias, nach Las Vegas, wo wir von warmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein empfangen wurden. Um die Beine nach dem langen Flug etwas zu lockern legten wir dann gleich noch eine kleine Laufeinheit auf dem Las Vegas Strip ein.
Am Montag, 1. Mai fuhren wir dann weiter Richtung St. George, Utah und machten auf der Hinfahrt noch einen Abstecher in den Valley of Fire Statepark, wo wir die teilweise bizarre Landschaft aus farbigen Felsen mit den Laufschuhen erkundeten.
   Anschließend bezogen wir in St. George unsere Unterkunft, erledigten die notwendigsten Einkäufe und montierten die Räder.
Tags darauf folgte dann die Besichtigung der Radstrecke und ein erstes Einrollen auf dem anspruchsvollen aber landschaftlich teilweise sehr schönen Kurs bei Temperaturen von rund 35 Grad.
 
Am Mittwoch nutzten wir dann die nicht ganz so heißen frühen Morgenstunden für eine Laufeinheit auf der ebenfalls sehr profilierten Laufstrecke bevor wir dann über Mittag im großen und fast komplett leeren Hallenbad in St. George eine Schwimmeinheit einlegten. Anschließend komplettierten noch Justin und seine Frau unsere Hausgemeinschaft.

Am Donnerstag versuchten wir uns dann mit dem trotz der Hitze nur rund 15 Grad „warmen“ Wasser im Sand Hollow Reservoir anzufreunden, das bis zum Wettkampftag zum Glück noch etwa 2 Grad zulegte und drehten im Anschluss noch eine 30 km Schleife über die ersten Kilometer der Radstrecke. Bei fast 40 Grad folgte nachmittags schließlich noch die Startunterlagenabholung.
 
Der Freitag stand dann nach einem kurzen Lauf am Morgen ganz im Zeichen der unmittelbaren Rennvorbereitung und Abgabe der Wechselbeutel bzw. des Rad-Check-Ins.
 
Samstag, 6. Mai, Raceday:
Dank der Fahrdienste von Justins Frau konnten wir uns den Shuttle Bus zum Start am außerhalb gelegenen Sand Hollow Reservoir sparen und damit rund eine Stunde länger schlafen. Dies passte um so besser, da die Startzeiten der einzelnen Wellen noch am Vorabend vorverlegt wurden, da für den späteren Tagesverlauf am Wettkampftag starker Wind angesagt war.
Bereits vor 7 Uhr ging es dann für die Profis ins Wasser, während Uwe etwa um 7 der erste Starter unseres Teams war, dem kurz darauf Justin folgte, während für mich um 7:27 Uhr in Startwelle 16 der Startschuss fiel und Mathias wenige Minuten später ins Wasser durfte.
Durch die geringen Startabstände der Gruppen musste ich praktisch ab dem Start permanent vor mir gestartete Athleten überholen, konnte aber dennoch eine gute Schwimmleistung abrufen und hatte nach knapp 30 Minuten bereits wieder festen Boden unter den Füßen, aber keinerlei Überblick über meine Position im Rennen.
Auf dem Rad war es bereits von Beginn an ziemlich windig, immerhin jedoch noch bedeckt und von der Temperatur her deutlich angenehmer als in den Tagen zuvor. Ich fand schnell einen guten Rhythmus und blieb weiter auf der Überholspur. Auf den breiten Straßen und Abfahrten ohne jeglichen technischen Anspruch konnte ich kurzzeitig mal knapp 83 km/h erreichen und so stand, ohne mich schon hier voll zu verausgaben, am Ende der 90 Radkilometer trotz mehr als 900 Höhenmeter eine Radzeit von 2:24 h, die ich angesichts der Vorbereitung so nicht erwartet hatte.
Der abschließende Lauf begann dann bei mittlerweile doch sehr sonnigem Wetter und Temperaturen von um die 30 Grad mit einem mehrere Kilometer langen Anstieg. Trotzdem bin ich schnell ganz ordentlich in Tritt gekommen und auch wenn der kräftige Wind teilweise ziemlich bremste, konnte ich auf dem eher welligen Teil nach dem Anstieg noch etwas zulegen. Auch zum Ende hin konnte ich meinen Lauf noch gut durchziehen und mit einer 1:28 h Zeit für den Halbmarathon mit rund 260 Höhenmetern noch ein starkes Ergebnis erzielen.
In der AK 30-34 brachte mich dies mit der Gesamtzeit von 4:26:17 h auf Rang 7, bei den Männern auf Rang 40 und insgesamt auf Rang 44 von über 2000 Startern, da ich auch den ersten vier Profidamen den Vortritt lassen musste. In Summe betrachtet war dies für mich damit ein sehr gelungener Saisonauftakt und ein super Rennen 🙂
Mathias (4:32, 5. AK 35-39) erreichte wenige Minuten nach mir das Ziel, nachdem er beim Lauf noch etwas einer Erkältung Tribut zollen musste. Justin (5:11, 26. AK 40-44), der im Vorfeld ähnliche gesundheitliche Probleme hatte, wurde zusätzlich vom Pannenteufel erwischt und verlor durch einen Platten wertvolle Zeit während Uwe (5:37, 25. AK 50-54)nach Schwierigkeiten mit seiner Schwimmbrille sich bei einem seiner ersten Triathlonwettkämpfe insgesamt sehr ordentlich schlug.
Den Gesamtsieg sicherte sich übrigens Doppelolympiasieger Alistair Brownlee mit einem ganz starken Rennen bei seinem erst zweiten Start über die Mitteldistanz in der Wahnsinnszeit von 3:41:58 h vor Vorjahressieger Lionel Sanders und Sebastian Kienle, der als guter Dritter das Podest komplettierte (Bericht Profirennen tri2b.com).
Alle Ergebnisse gibt es hier auf der Rennhomepage, hier geht es zu meinem Ergebnis mit Splits.

Sonntags war dann leider schon wieder packen angesagt und die Heimreise begann mit der Rückfahrt nach Las Vegas, in die wir einen Abstecher zum Hoover Dam einbauten.
Am Abend und am Montagvormittag blieb dann noch etwas Zeit, um nochmal das Flair von Las Vegas zu genießen (das letzte Bild unten ist übrigens im Venetian Casino-Hotel), bevor dann am Nachmittag der Rückflug startete, der uns am Dienstag zum Abschluss der sehr gelungenen Reise wieder nach Frankfurt brachte.

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