Nachdem ich seit Mittwoch aus Mexiko zurück bin hier nun endlich mein ausführlicher Bericht zum Ironman Cozumel:
Bereits am Samstag 19.11. ging es los in Richtung Mexiko. Im Flieger von Frankfurt nach Cancun machte unsere Reisegruppe von Hannes Hawaii Tours einen beträchtlichen Teil der Reisenden aus und ich traf auch schon einige Konkurrenten im Kampf um die Punkte.
Von Cancun aus ging es schließlich mit Bus und Fähre hinüber auf die Isla Cozumel.
Die nächsten Tage wurden dann zur Besichtigung der Wettkampfstrecken und zur Akklimatisierung genutzt. Allerdings ließen neben den Temperaturen die teilweise extrem hohe Luftfeuchtigkeit und kräftiger Wind schon ahnen, dass trotz der flachen Strecken eine Spitzenzeit schwierig werden könnte.
Neben den wettkampfbezogenen Aktivitäten gab es aber auch einige weitere Dinge zu erledigen: die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, u. a. mit Leguanen, Schildkröten und Krokodilen wollte entdeckt werden, der schöne Strand und das glasklare Meer lockten und außerdem durfte auch ein Ausflug zu den Ruinenstädten der Maya auf der Halbinsel Yucatan natürlich nicht fehlen.

Nun aber zum Wettkampf selbst:
Unter den 42 gemeldeten männlichen Profis waren auch einige Ironmansieger und weitere starke Athleten vertreten.
In Kombination mit der flachen Strecke (höchster Punkt von Cozumel ca. 15 m über dem Meer) versprach dies ein schnelles und hart umkämpftes Rennen.
Beim Schwimmen im glasklaren Meer war wegen der Wassertemperatur von ca. 26 Grad kein Neoprenanzug erlaubt. Trotzdem war ich mit einer Zeit von knapp 55 Minuten für die 3,8 km aus dem Wasser und damit so schnell wie nie zuvor ohne Neopren. Also – auch dank meines zum ersten Mal eingesetzten pz3tx von blueseventy - ein guter Beginn des Rennens für mich.
Entsprechend motiviert ging es auf die Radstrecke. Dort stiegen die Temperaturen im Lauf des Morgens schnell an und auch der Wind wurde immer stärker. Die erste der drei Radrunden absolvierte ich noch im angestrebten Tempo, musste aber schon bald erkennen, dass sich dies nicht durchhalten lassen würde. Die Radzeit von etwas weniger als 5 Stunden ist nicht das, was ich mir auf dem flachen Kurs erhofft hatte, geht aber angesichts der äußeren Umstände in Ordnung und brachte mich immerhin auch einige Plätze nach vorne.
Der abschließende Lauf begann bei schwüler Hitze und musste die Entscheidung im Kampf um die Plätze/Punkte bringen. Auf den ersten Kilometern war ich sehr gut unterwegs und konnte einige Konkurrenten überholen.
Dann setzte plötzlich heftiger Regen ein. Der sorgte zwar für etwas Abkühlung, setzte die Laufstrecke aber stellenweise bis zu 20 cm tief unter Wasser. Ich musste kämpfen um mein Tempo halbwegs zu halten, hatte aber doch einige recht langsame Kilometer zu überstehen (Marathonzeit 3:12 h). Da aber auch einige der Topathleten mit sich und den Bedingungen zu kämpfen hatten, konnte ich noch ein paar Plätze gut machen und am Ende in 9:07:02 h mit Platz 15 unter den Profis 400 wertvolle Punkte für die Hawaiiqualifikation verbuchen.
Die Endzeit hat wohl deutlich unter den schwierigen Wetterbedingungen gelitten, aber ich denke, ich habe das Beste daraus gemacht während einige der Favoriten heftig gestrauchelt sind. Ausgestiegen sind zum Beispiel der Schweizer Matthias Hecht, Stephan Vuckovic und Swen Sundberg. Horst Reichel und Christian Ritter hatten das Rennen lange an der Spitze mitbestimmt, waren am Ende aber beide deutlich nach mir im Ziel. Bester Deutscher war auf Rang 9 Markus Thomschke. Gewonnen hat der Vorjahreszweite Michael Lovato ( USA) in rund 8:24 h.
Für mich steht jetzt erstmal die verdiente und nach einer langen Saison dringend nötige Pause an.
Außerdem gilt es die kommende Saison zu planen und zu entscheiden, wo die nächsten Punkte für die Hawaii-Quali angepeilt werden
Ergebnisse vom Ironman Cozumel gibts hier.
Hier gehts zum Rennbericht von tri-mag bzw. zum Artikel in der Südwest Presse.





