Im Rahmen des 23. Powerman Zofingen (Schweiz) wurden am vergangenen Sonntag erstmals seit mehreren Jahren wieder die wichtigsten Titel auf der Duathlon-Langdistanz in einem Rennen vergeben. Die beiden maßgebenden Verbände ITU (Triathlon) und IPA (Powerman) hatten sich auf eine gemeinsame Austragung der Weltmeisterschaften geeinigt.
Bei ca. 20 Grad und bedecktem Himmel ging es um kurz vor 9 Uhr für die rund 300 männlichen Starter auf die Strecke. Direkt vom Start weg ging es auf dem ersten Kilometer steil bergauf und schon nach wenigen Metern begann sich das Feld zu sortieren. An der Spitze konnte sich eine kleine Gruppe um den Top-Favoriten Joerie Vansteelant (BEL) schnell etwas absetzen.
Ich selbst fand mich am Ende des Anstiegs etwa an Position 20 wieder. Daran sollte sich auch bis zum Ende der knapp 10 km des ersten Laufabschnitts nicht mehr viel ändern. Nach einem kontrollierten Auftakt erreichte ich nach 32:54 min auf Rang 22 liegend die Wechselzone.
Auf dem Rad lief es von Beginn an super und zum Glück blieb es auch bis auf einige wenige Stellen trotz der dunklen Wolken noch trocken. Mit der 16. Radzeit von 4:02:51 h für die schweren 150 Radkilometer konnte ich mich bis zum zweiten Wechsel auf Rang 15 vorarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Vansteelant mit überragender Radleistung bereits um rund 10 Minuten von seinen härtesten Konkurrenten, Titelverteidiger Andy Sutz (SUI) und Thibaut Humbert (FRA) abgesetzt.
Dank gelungener Renneinteilung konnte ich bei immer stärker einsetzendem Regen mit relativ konstanter Laufleistung auf den abschließenden knapp 30 km noch einen weiteren Platz gutmachen. Wie im Lauf zu Beginn ergab sich mit 2:06:00 h der 22. Laufsplit. Inklusive der Wechselzeiten erreichte ich somit nach 6:44:24 h auf Gesamtrang 14 das Ziel bei meinem ersten Start in Zofingen. In der Weltmeisterschafts-Wertung der Elite-Klasse belegte ich damit den 13. Platz von 33 angetretenen Athleten.
Neuer Weltmeister wurde Vansteelant, der mit Streckenrekord und großem Vorsprung Humbert und Sutz auf die Plätze verwies.
Mein persönliches Fazit: eine harte und würdige WM-Strecke auf der mir ein sehr guter Wettkampf gelungen ist. Ziel erreicht, total platt aber super glücklich!
Der zweite deutsche Elite-Starter Sebastian Retzlaff konnte stark gehandicapt nach einem schweren Sturz mit dem Rad vor wenigen Tagen das Rennen leider nicht beenden. Nach großen Schwierigkeiten beim ersten Lauf kämpfte er sich mit guter Radleistung zurück ins Rennen, musste im weiteren Verlauf den Wettkampf aber wegen der Sturzfolgen abbrechen. Respekt für einen großen Kampf und vor allem gute Besserung!
Im Elite-Rennen der Frauen belegten die deutschen Damen mit Ulrike Schwalbe und Katrin Esefeld die Ränge 5 und 7. Ebenfalls sehr erfolgreich waren die deutschen Altersklassenathleten mit mehreren Podestplätzen.
Ergebnisse: Elite Männer
Sonstige Ergebnisse
Berichte: Südwest Presse, Dienstag 06.09.2011 (mit Bild)
Kurzmeldung DTU (mit Bild)





