5. Platz in der Bundesliga mit dem WMF BKK-Team AST Süßen am Schliersee (02.07.2011)

Kurzfristig hatte ich die Nachricht bekommen, dass ich aufgrund einiger Ausfälle im Team für den Bundesliga-Wettkampf am Schliersee nominiert sei und starten dürfte/müsste. Da ich eigentlich einen Start beim heimischen Swim & Run am Freitag vorgesehen hatte und das Wochenende im Hinblick auf den Ironman Frankfurt nochmal für ein umfangreiches Training nutzen wollte, traf es ein “müsste” wohl besser ;-)
Aber die extrem anspruchsvolle Strecke am Schliersee bietet (im Gegensatz zu den in der Bundesliga mittlerweile leider üblichen Flach-Sprints) auch den nicht so guten Schwimmern noch die Chance auf ein ordentliches Ergebnis. Deshalb wollte ich trotzdem versuchen dem Team so gut wie möglich weiterzuhelfen.
Allerdings konnte ich es nicht lassen und bin -sozusagen zum Aufwärmen- am Freitag erstmal noch beim Swim & Run gestartet. Direkt nach der Siegerehrung ging es also dann weiter an den Schliersee. Es ist zwar etwas spät geworden, aber frisch motiviert mit dem Sieg im Gepäck ist auch das nächste Rennen am Samstag gut gelaufen :-)

Nach einem guten Start und den folgenden paar hundert Metern beim Schwimmen folgte allerdings erstmal Ernüchterung: vor mir eine Lücke, rechts und links ein leerer See. Letzter?
An der ersten Wendeboje konnte ich immerhin noch einige Athleten mit etwas Abstand hinter mir entdecken. Meine Teamkollegen vom AST machten wie erwartet eine bessere Figur beim Schwimmen. Maurice Clavel (18.), Sebastian Veith (27.) und Martin Sommer (31.) blieben unter 19 Minuten und waren damit gut dabei. Unser Franzose im Team, Felix Duchampt, erwischte mit knapp unter 20 Minuten ebenfalls noch eine Gruppe während ich mir noch mehr als eine Minute länger im schönen Schliersee gönnte.
Ergo: alleine aus dem Wasser und vor und hinter mir jeweils eine Hand voll Athleten mit rund 30 Sekunden Vorsprung bzw. Rückstand. Warten? Keinesfalls! Also alleine los und versuchen irgendwie den Anschluss zu schaffen.

Auf den ersten Kilometern konnte ich 2 einzelne Athleten überholen und im ersten Anstieg den Abstand zu der kleinen Gruppe vor mir verkürzen, aber leider nicht schließen. Es kam wie es kommen musste: sobald es bergab ging oder flach wurde war die Gruppe im Vorteil und der Abstand wuchs wieder.
Dieses Spiel wiederholte sich mit der zwischenzeitlich um einige von weiter vorne zurückgefallene Athleten angewachsenen Gruppe an den folgenden 2 Anstiegen. Auf dem letzten Flachstück vor der Abzweigung zum berühmt/berüchtigten Anstieg zum Spitzingsattel schien das Tempo der Gruppe aber etwas einzuschlafen und ich konnte wieder etwas aufschließen.
Als dann noch das Duo Jais/Kampkötter von hinten auffuhr und mein fast 35 km langes Einzelzeitfahren beendete, schafften wir es zu dritt innerhalb kurzer Zeit die Gruppe einzuholen. Dort fand sich bei der Einfahrt in den Spitzingsattel auch Sebastian, der seine gute Ausgangsposition auf der schweren Radstrecke leider nicht halten konnte.
Auf dem fast 5 km langen finalen Anstieg zog sich die Gruppe schnell auseinander und ich konnte mich nach rund der Hälfte von den übrigen Athleten lösen und erreichte die Wechselzone am Spitzingsee als 4. unseres Teams.
Maurice und Felix hatten sich auf dem Rad weiter verbessert, Martin im Vergleich zu mir etwas an Zeit verloren. Mit einem guten Lauf schaffte ich es, mich um einige weitere Plätze zu verbessern und auch Martin noch zu überholen. Bei der zweiten Passage der sumpfigen Kuhweide oberhalb des Spitzingsees verlor ich dann nach einem Tritt in ein Schlammloch zwar fast den linken Schuh, musste zum Glück aber nur kurz stoppen um den Schuh wieder über die Ferse zu ziehen. Das Rennen beendete ich schließlich mit der ordentlichen Zeit von 2:12:51 h auf Rang 39 in der Bundesliga-Wertung und konnte damit meinen Teil zum Mannschaftsergebnis beitragen.

Maurice belegte nach starker Vorstellung Platz 6, Felix stürmte mit excellenter Laufleistung noch auf Rang 15. Martin wurde am Ende 42., Sebastian 52.

Insgesamt ergab dies Platz 5 in der Teamwertung der Bundesliga und damit das bislang beste Tages-Resultat des AST!

Den Sieg sicherte sich überlegen die Mannschaft aus Buschhütten, die mit dem Engländer William Clarke (einer der ganz wenigen Athleten, die am Schliersee jemals die 2 Stunden-Marke knacken konnten) und dem Franzosen Laurent Vidal auch in der Einzelwertung einen Doppelsieg feiern konnten.

Infos zum Wettkampf und Ergebnisse hier oder auf der Seite der Triathlon-Bundesliga.

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